Kurz vor dem Anstoß kam es im Kehrwegstadion zu einem besonders emotionalen Moment: In Gedenken an Guillaume Rox, der im Oktober vergangenen Jahres im Alter von 88 Jahren verstorben war, benannte die AS Eupen eine Tribüne nach der Vereinsikone. Auch die drei Töchter und Enkelkinder von Rox, der jahrzehntelang als Spieler und Jugendtrainer für die AS aktiv gewesen war, erlebten die Aktion im Stadion mit.
Auf dem Platz gab es in der Startelf der „Pandas“ nur eine Veränderung: Für den rotgesperrten Yentl Van Genechten spielte Scott Kennedy von Beginn an. Vor den eigenen Fans strahlte Eupen durch Atteri erstmals Torgefahr aus. Auf der Gegenseite auch der Arbeitstag von Marco Hiller nach wenigen Minuten so richtig: Das mit zehn Punkten in die Saison gestartete RWDM versuchte es aus der Distanz und wurde kurz darauf erneut gefährlich (14.). Das für einen kurzen Augenblick unter Druck geratene Eupen trat bei herbstlichen Temperaturen höchst effizient auf: Nach einem punktgenauen Seitenwechsel von Gavory zog Rune Paeshuyse vom zweiten Pfosten aus ab – Doudaev fälschte seinen Schuss entscheidend und damit für Torwart Lathouwers unhaltbar zum 1:0 ab (17.).

Nach dem Führungstreffer tat sich Eupen kurzzeitig schwer in seinem Offensivspiel, stand aber gut organisiert. Weitere Chancen blieben auch deswegen aus. Für die AS galt im ersten Durchgang: Jeder Schuss ein Treffer – denn zehn Minuten vor der Pause behauptete sich Atteri nach einem Zuspiel von Müller stark und traf per sattem Linksschuss zum verdienten 2:0-Pausenstand. Bis zum Ende des ersten Durchgangs gab Maurer aus halblinker Position noch einen Schuss auf den gut parierenden Hiller ab.

Nach der Pause meldete sich ein schwungvoll gestartetes Eupen durch Delaurier-Chaubet und Atteri zu Wort. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel verkürzte RWDM jedoch auf 2:1 – Mamadou traf mit zu viel Raum und Zeit im Eupener Strafraum für die Gäste. Und der Anschlusstreffer wirkte beflügelnd: Wenige Sekunden später rutschte ein Schuss von Loune rechts am Tor von Marco Hiller vorbei. Kurz darauf war Eupen wieder an der Reihe: Nach Vorarbeit von Gavory prüfte Nuhu den Torwart der Gäste mit einem wuchtigen Schuss (56.). Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Möhwald durch einen herrlichen Pass von Nuhu in Szene gesetzt, drehte sich dann aber aus bester Abschlussposition vom Tor weg.
Gut 20 Minuten vor Schluss war Eupen seine Führung los: Der zur Pause eingewechselte Dumont kam auf der rechten Seite praktisch unbedrängt zum Abschluss – der Ball schlug flach zum 2:2 hinter Marco Hiller im Tor ein. Auf den Ausgleichstreffer reagierte AS-Coach Pinheiro mit einem Doppelwechsel: Youndje und Prunier kamen für Gavory und Atteri ins Spiel. Und Prunier war es auch, der RWDM-Schlussmann Lathouwers sofort mit einem guten Abschluss prüfte und die erneute Führung auf dem Fuß hatte.

An die zuletzt überzeugenden Leistungen konnte Eupen am Samstag im zweiten Durchgang insgesamt jedoch nicht anknüpfen. Gegen Ende der Partie war es sogar RWDM, das mehr auf den dritten Treffer drängte. Es blieb beim 2:2, mit dem es für Eupen nun in die Länderspielpause geht. Am 17. Oktober sind die „Pandas“ in Charleroi zu Gast.
Namen & Fakten
AS Eupen: Hiller - Kennedy, Plastun, Paeshuyse, Gavory (72. Youndje) - Bares, Möhwald (82. Maréchal), Müller (56. Caliskan), Delaurier-Chaubet - Nuhu (82. Bitumazala), Atteri (72. Prunier)
Tore: 1:0 Doudaev (17., Eigentor), 2:0 Atteri (37.), 2:1 Mamadou (52.), 2:2 Dumont (71.)

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