Festnahmen nach Bankkarten-Betrug – Auch Opfer aus Eupen

<p>Mithilfe sogenannter Phishing-Techniken gaben sich die Täter als Mitarbeiter von „Card Stop“ aus, um an Bankkartendaten zu gelangen. Mit diesen Informationen wurden anschließend Abhebungen getätigt, um die Konten der Opfer zu plündern.</p>
Mithilfe sogenannter Phishing-Techniken gaben sich die Täter als Mitarbeiter von „Card Stop“ aus, um an Bankkartendaten zu gelangen. Mit diesen Informationen wurden anschließend Abhebungen getätigt, um die Konten der Opfer zu plündern. | Illustrationsfoto: dpa

Die föderale Kriminalpolizei (PJF) in Lüttich hatte im Februar 2025 Ermittlungen aufgenommen. Im Fokus stand eine besonders ausgeklügelte Betrugsserie, bei der vor allem ältere Menschen ins Visier genommen wurden. Mithilfe sogenannter Phishing-Techniken gaben sich die Täter als Mitarbeiter von „Card Stop“ aus, um an Bankkartendaten zu gelangen. Mit diesen Informationen wurden anschließend Bargeldabhebungen oder teure Einkäufe getätigt, um die Konten der Opfer zu plündern. Betroffen sind Bankkunden aus zahlreichen Gemeinden: Herve, Verviers, Soumagne, Oupeye, Eupen, Tubize, Anderlecht, Kommunen in der Provinz Luxemburg und sogar Opfer in Spanien.

Erste Verdächtige konnten in Rocourt auf frischer Tat ertappt werden.

Bereits im Februar konnte die Polizei drei Verdächtige auf frischer Tat stellen, als sie in einem Einkaufszentrum in Rocourt iPhones und Prepaid-Zahlungskarten erwarben. Bei den Festnahmen wurden Bankkarten, neue iPhones, Cannabis und eine Schusswaffe sichergestellt. Zwei weitere Personen wurden im August festgenommen. Am Wochenende des 20. und 21. September folgte eine weitere großangelegte Aktion der Abteilung Eco-Fin der PJF Lüttich, unterstützt von der Polizeizone Vesdre (Dison, Pepinster, Verviers) und einem Spürhund. In der Region Lüttich, in Verviers und im Hennegau wurden drei weitere Personen festgenommen, eine von ihnen sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen brachten in den vergangenen Tagen zudem neue Opfer ans Licht. Hausdurchsuchungen und Vernehmungen in der Region Lüttich und im Raum Verviers führten zur Sicherstellung von Mobiltelefonen, Computern, Dokumenten und 15.000 Euro in bar. „Die bisherigen Erkenntnisse zeigen deutlich den internationalen Charakter dieses organisierten kriminellen Netzwerks“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. (belga/mcfly)

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