Pro & Contra: Drohnen über kritischer Infrastruktur abschießen?
Meinung
Von Sascha von Montigny und Christian Schmitz
Lesedauer: 3 min
An dieser Stelle beleuchtet die GrenzEcho-Redaktion das aktuelle Zeitgeschehen aus zwei gegensätzlichen Blickwinkeln. Heute geht es um Drohnen, die über Flughäfen oder in der Nähe kritischer Infrastruktur auftauchen. Dürfen Sicherheitskräfte solche unbekannten Fluggeräte im Ernstfall abschießen, oder wäre das ein gefährlicher Irrweg? Redakteur Sascha von Montigny (Pro) ist dafür, Chefredakteur Christian Schmitz (Contra) hält dagegen.
Mehrere Drohnensichtungen führten zuletzt zu stundenlangen Sperrungen im Luftverkehr und zur Frage, ob Sicherheitskräfte verdächtige Drohnen konsequent abschießen dürfen.
| Illustrationsfoto: picture alliance/dpa
Pro – Sascha von Montigny:
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Von Dieter Leonard - Mittwoch 1 Oktober 2025, 08:46
Bin bei Sacha Von Montigny.
Wer mit einer privaten Drohne über das Hohe Venn fliegt, um Natur- und Landschaftsaufnahmen zu machen, riskiert ein 250 € teures Protokoll.
Wenn Russen (oder wer auch immer) Drohnen über Flughäfen, Militäranlagen, Kraftwerken oder sonstiger kritischer Infrastruktur kreisen lassen, um Ängste zu schüren, zu provozieren oder zu spionieren, riskieren sie zur Zeit… gar nichts. Noch nicht einmal den Verlust der Drohne.
Wenn die rechtlichen Voraussetzungen und technischen Bedingungen es erlauben und ermöglichen, unbekannte Drohnen gefahrlos vom Himmel zu holen (es wird kurz oder mittelfristige andere technische Möglichkeiten geben, als sie abzuschießen) sollte dies in die Wege geleitet werden. Sowohl um den Urheber zu identifizieren, die Infrastruktur und die Bevölkerung zu schützen, als auch einem potentiellen Aggressor zu zeigen, dass sein Handeln nicht folgenlos ist.
Was im Hohen Venn für Naturfilmer gilt, sollte auch für politische Provokateure und Diktatoren gelten.
Von Joachim Wahl - Mittwoch 1 Oktober 2025, 11:50
Wusste gar nicht, dass Diktatoren Drohnen fliegen.
Kommentare
Bin bei Sacha Von Montigny.
Wer mit einer privaten Drohne über das Hohe Venn fliegt, um Natur- und Landschaftsaufnahmen zu machen, riskiert ein 250 € teures Protokoll.
Wenn Russen (oder wer auch immer) Drohnen über Flughäfen, Militäranlagen, Kraftwerken oder sonstiger kritischer Infrastruktur kreisen lassen, um Ängste zu schüren, zu provozieren oder zu spionieren, riskieren sie zur Zeit… gar nichts. Noch nicht einmal den Verlust der Drohne.
Wenn die rechtlichen Voraussetzungen und technischen Bedingungen es erlauben und ermöglichen, unbekannte Drohnen gefahrlos vom Himmel zu holen (es wird kurz oder mittelfristige andere technische Möglichkeiten geben, als sie abzuschießen) sollte dies in die Wege geleitet werden. Sowohl um den Urheber zu identifizieren, die Infrastruktur und die Bevölkerung zu schützen, als auch einem potentiellen Aggressor zu zeigen, dass sein Handeln nicht folgenlos ist.
Was im Hohen Venn für Naturfilmer gilt, sollte auch für politische Provokateure und Diktatoren gelten.
Wusste gar nicht, dass Diktatoren Drohnen fliegen.
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