Löwen wird erste „HERZstadt“ Europas

<p>In anderen Netzwerkstädten hat sich die Zahl der Blutdruckmessungen um das Drei- bis Sechsfache erhöht, während Schlaganfälle und Herzinfarkte innerhalb von zwei Jahren um 3 bis 13 Prozent zurückgingen.</p>
In anderen Netzwerkstädten hat sich die Zahl der Blutdruckmessungen um das Drei- bis Sechsfache erhöht, während Schlaganfälle und Herzinfarkte innerhalb von zwei Jahren um 3 bis 13 Prozent zurückgingen. | Illustrationsfoto: dpa/Christoph Soeder

Die Stadt hat sich dem internationalen CARDIO4Cities-Netzwerk angeschlossen, das von der Novartis Foundation gegründet wurde. Bürgermeister Mohamed Ridouani und Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke unterzeichneten am Samstag das entsprechende Charter und nahmen im Anschluss selbst an einer Reanimationsübung teil.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit nach wie vor die häufigste Todesursache. In Belgien ist fast jeder vierte Todesfall darauf zurückzuführen. Allein in Löwen sterben jährlich mehr als 200 Menschen an Herz- und Gefäßkrankheiten. Studien zeigen jedoch, dass fast die Hälfte der Belgier ihr persönliches Risiko unterschätzt – obwohl rund 80 Prozent dieser Todesfälle durch die Reduzierung von Risikofaktoren wie Stress, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte vermeidbar wären.

Mit dem Beitritt zum Netzwerk – dem unter anderem New York, Dakar, São Paulo und Singapur angehören – will Löwen seine Bemühungen zur Verbesserung der Herzgesundheit intensivieren.

„HERZstadt Leuven steht für einen innovativen Ansatz in der Herzgesundheit auf Stadtebene“, erklärt Dr. Ann Aerts, Leiterin der Novartis Foundation. „Es geht um Zusammenarbeit, maßgeschneiderte Maßnahmen in den Stadtvierteln und die Nutzung von praxisnahen Daten. In anderen Netzwerkstädten hat sich die Zahl der Blutdruckmessungen um das Drei- bis Sechsfache erhöht, während Schlaganfälle und Herzinfarkte innerhalb von zwei Jahren um 3 bis 13 Prozent zurückgingen.“ (belga/ag)

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