Das Netzwerk lockte Interessenten zunächst mit teuren Schulungen zum Handel auf der Devisenplattform Forex. Diese Kurse dienten als Einstieg, um die Opfer mit vermeintlich „einzigartigen Investmentchancen“ zu ködern. Versprochen wurden Renditen von bis zu 350 Prozent in nur 60 Wochen – in Wirklichkeit wurde jedoch nie investiert. Stattdessen handelte es sich um ein klassisches Ponzi-System, bei dem die Einzahlungen neuer Kunden zur Auszahlung älterer Teilnehmer verwendet wurden.
Besonders perfide: Die Betrüger gaben sich Mühe, gezielt muslimische Anleger anzusprechen. Sie warben mit angeblich islamkonformen „Halal-Zertifikaten“, die den Investitionen religiöse Legitimität verleihen sollten. Laut Polizei gehören 99 Prozent der identifizierten Opfer dieser Gemeinschaft an.
In Belgien haben bislang rund 20 Betroffene Anzeige erstattet, die Schäden belaufen sich hier bereits auf mehrere Hunderttausend Euro. International könnte sich der Schaden auf mehrere Millionen summieren. Die Polizei geht davon aus, dass viele Opfer aus Scham oder Angst schweigen.
Die Behörden warnen eindringlich vor unseriösen Angeboten: „Garantierte Traumrenditen sind fast immer ein Warnsignal“, so die föderale Polizei. (belga/ag)

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