Degryse: „Brüssel muss Verantwortung übernehmen“

<p>Besonderes Gewicht legte Elisabeth Degryse in ihrer Rede auf den Stellenwert von Kultur. Sie bezeichnete sie als „wesentliche Waffe zum Schutz unserer Demokratie in einer zunehmend polarisierten Welt“.</p>
Besonderes Gewicht legte Elisabeth Degryse in ihrer Rede auf den Stellenwert von Kultur. Sie bezeichnete sie als „wesentliche Waffe zum Schutz unserer Demokratie in einer zunehmend polarisierten Welt“. | Foto: belga/Nicolas Maeterlinck

Degryse forderte zugleich die politischen Kräfte in Brüssel auf, endlich ihre Verantwortung zu übernehmen und sich zumindest auf einen Haushalt zu einigen. Die Hauptstadtregion ist mittlerweile seit 475 Tagen ohne Regierung. „Die Französische Gemeinschaft, Brücke zwischen Wallonien und Brüssel, braucht zwei Beine, um zu tanzen“, sagte sie.

Zur eigenen Haushaltslage wollte die Ministerpräsidentin sich nicht im Detail äußern. „Das gesamte Regierungsteam arbeitet daran. Wir werden erst kommunizieren, wenn die Entscheidungen gefallen sind. Unser Ziel ist es, die zentralen Politikfelder der Französischen Gemeinschaft zu sichern – transparent, im Dialog und mit pädagogischem Ansatz“, erklärte sie.

Besonderes Gewicht legte Degryse auf den Stellenwert von Kultur. Sie bezeichnete sie als „wesentliche Waffe zum Schutz unserer Demokratie in einer zunehmend polarisierten Welt“. Zudem gratulierte sie der Stadt Löwen, die 2030 Europäische Kulturhauptstadt wird, und dankte Molenbeek sowie Namur für ihre Kandidaturen. „Ich bin überzeugt, dass die Projekte nachhaltige Verbindungen geschaffen haben und die geleistete Arbeit nicht verloren geht“, so die Ministerpräsidentin. (belga/ag)

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