Nora R.sitzt derzeit in der Haftanstalt von Hasselt ein und wurde nach der Geburt ins Krankenhaus überstellt. Welche Auswirkungen dies auf den Prozessverlauf haben wird, ist noch offen.
Im Februar 2018 soll die damals 23-Jährige ihr Baby unmittelbar nach der Geburt erstickt haben. Anschließend wickelte sie den Leichnam sowie die Plazenta in Tücher, verstaute alles in einem Plastikbeutel und versteckte die Tasche im Haus ihres Vaters. Schon zuvor war es der Angeklagten gelungen, mehrere Schwangerschaften geheim zu halten – durch weite Kleidung und auffällige Schals. Auch beim Prozessauftakt am Freitag erschien sie mit einem Schal um den Hals.
Vor dem Assisenhof bestätigte Nora R., dass sie allein für den Tod des Kindes verantwortlich sei, konnte sich aber nach eigenen Angaben kaum an die Nacht der Tat erinnern.
Am Montag soll die Verhandlung fortgesetzt werden. Laut Gerichtssprecher Kristof Swennen wird das Gericht dann entscheiden, ob ein kurzer Aufschub nötig ist. Zwar kann sich die Beschuldigte durch ihre Anwälte vertreten lassen, doch hat sie grundsätzlich das Recht, persönlich anwesend zu sein.
Nora R. ist inzwischen Mutter von vier Kindern. Der Ausgang des Prozesses bleibt vorerst offen – ebenso wie die Frage, ob die jüngste Geburt zu Verzögerungen führt. (ag)

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