Ein Haus als zugleich attraktives und bezahlbares Mietobjekt zu finden, bleibt eine Herausforderung. Gerade junge Familien beklagen bei ihrer geduldigen, jedoch oft zwecklosen Suche vielfach aufgerufene Preise, die ein durchschnittliches Haushaltsbudget sprengen. So nicht allein die Erkenntnis von Charlotte De Thaye, Direktorin von Federia, zur aktuellen Lage, „besonders wenn auch noch ein kleiner Garten dabei sein sollte“.
Überaus schmal ist das Angebot im Umfeld gewerblicher Ballungszentren, hierunter oft größere Industriezonen entlang der Grenze Flandern/Wallonie, die auch für „Sprach“pendler interessant sind.
Grundsätzlich bleibt die Erkenntnis, dass auch der Mietmarkt in Belgien zwei Geschwindigkeiten kennt. Während in Flandern und Brüssel zumindest im geografischen Schnitt eine Art Höchstbetrag erreicht scheint, gibt es in der Wallonie nach wie vor Luft nach oben.
Zudem sticht eines ins Auge… In der Zwischenzeit mieten zunehmend Familien aus Flandern ebenfalls in der Wallonie, sprich: vorrangig im Hennegau. Auf solche Weise umschiffen sie die höheren Mieten im eigenen Landesteil, wo die Wohnraumknappheit zudem stärker ausgeprägt ist als zwischen Tournai und Verviers.
Auch fördert die jüngste Erhebung zutage, dass es in Brüssel keine Gemeinde mehr mit Durchschnittsmieten unter 1000 € für Wohnungen gibt. Als letzte „knackten“ Jette, Ganshoren und Anderlecht besagte Schallmauer. Die gleichfalls in der Wallonie gefallen ist - in Wavre, wo die symbolische Marke für ein Appartement im Frühsommer überschritten wurde (wogegen sie bei Häusern seit längerem deutlich höher liegt).
Letztlich dürfte sich die Preissteigerung bis Jahresende nochmals verschärfen. Wie der Trend seit 2019 zeigt, ziehen die Mieten mit Schulbeginn ein weiteres Mal an, so dass Federia bis Ende Dezember mit einer weiteren Hausse von eineinhalb bis zwei Prozent rechnet. Ganz besonders in bequemer Erreichbarkeit zum Großherzogtum, sprich: zwischen Arlon, Bastogne und Houffalize, aber ebenso in den Gemeinden Burg-Reuland und St.Vith.

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