Die Dimension des Falls macht ein außergewöhnliches Setting nötig: Statt im Justizpalast von Mons tagt das Assisengericht der Provinz Hennegau in der großen Halle der Lotto Mons Expo – um den vielen Nebenklägern, Opfern, Anwälten und Medienvertretern Platz zu bieten.
Am 20. März 2022 hatte sich das Drama ereignet: In den frühen Morgenstunden raste ein BMW in Strépy-Bracquegnies in eine Gruppe von Feiernden, die im Rahmen des Karnevals die traditionellen „Gilles“ einsammelten. Sechs Personen starben noch am Ort, eine weitere erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Rund 30 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer.
Am Steuer saß damals Paolo Falzone. Ihm werden sieben vorsätzliche Tötungen sowie 80 versuchte Tötungen vorgeworfen. Sein Bruder Antonino, der Beifahrer, muss sich wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten – die Justiz wirft ihm vor, den Opfern nicht zur Seite gestanden zu haben. (belga/calü)

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