Uni Löwen gründet Institut für seltene Krankheiten

<p>Das Leuven.IRD-Team auf einen Blick</p>
Das Leuven.IRD-Team auf einen Blick | Foto: KU Leuven

In Belgien leben mehr als eine halbe Million Menschen mit einer seltenen Erkrankung. Als „selten“ gilt eine Krankheit in Europa, wenn weniger als eine von 2.000 Personen betroffen ist. Weltweit gibt es Schätzungen zufolge zwischen 6.000 und 8.000 verschiedene seltene Krankheiten.

Für Betroffene bedeutet das oft eine wahre Odyssee: Weil die Symptome wenig bekannt sind, verstreichen Monate oder gar Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt wird und eine wirksame Behandlung beginnen kann. Genau hier setzt das neue Institut an: Es soll die Zusammenarbeit zwischen den medizinischen Disziplinen intensivieren, die klinische Forschung ausbauen und dafür sorgen, dass die Gesellschaft insgesamt mehr über seltene Erkrankungen erfährt.

Das ambitionierte Ziel: Das Leuven.IRD soll sich zu einem echten Referenzzentrum für seltene Krankheiten entwickeln – als Anlaufstelle für Forschung, Wissensvermittlung und bessere Patientenversorgung.

Auch die Politik begrüßt die Initiative ausdrücklich. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) sprach bei der Eröffnung von einer „wichtigen, ja sogar entscheidenden Mission“. Er betonte: „Indem Sie Forscher zusammenbringen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern und seltene Krankheiten ganzheitlicher betrachten, schaffen Sie die Grundlage für die bestmögliche Behandlung der Patienten.“ (belga/calü)

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