Positives, aber eingeschränktes Gutachten für Windpark Mont-le-Soie

<p>Nach dem Gutachten der Gemeinde muss eines der geplanten fünf Windräder gestrichen werden.</p>
Nach dem Gutachten der Gemeinde muss eines der geplanten fünf Windräder gestrichen werden. | Fotomontage: Courant d’Air

Nach Abschluss der öffentlichen Untersuchung, bei der zahlreiche Anmerkungen eingingen, hat das Gemeindekollegium von Vielsalm nun ein positives Gutachten abgegeben – allerdings unter strengen Auflagen. Dies berichtet die Zeitung „l’Avenir“.

Bürgermeister Elie Deblire betonte, man habe die Einwände geprüft und wolle künftige Windkraftprojekte so weit wie möglich steuern. Besonders wichtig sei, Anlagen auch auf Gemeindeflächen zu errichten, um einen Nutzen für alle Einwohner sicherzustellen. Eine der zentralen Bedingungen betrifft die geplante fünfte Windkraftanlage, die gestrichen werden muss. Damit wird den Einwänden des Reitzentrums Mont-le-Soie und der Gemeinde Trois-Ponts Rechnung getragen. Der ursprüngliche Plan von acht Anlagen war zuvor bereits auf fünf reduziert worden.

Weitere Auflagen schreiben vor, dass der Stromanschluss nur über öffentliche Wege erfolgen darf und keine Wiesen genutzt werden. Zudem ist das leiseste der angebotenen Modelle zu wählen. Technische Vorgaben wie Eiserkennung, akustische Drosselung sowie Maßnahmen gegen Schattenschlag sind verpflichtend. Auch die in der Umweltverträglichkeitsstudie vorgesehenen Kompensationen müssen angepasst werden, was laut Bürgermeister Deblire eine Erhöhung um 20 Prozent bedeutet.

Hinzu kommen eine Bankgarantie für mögliche Bauschäden, wöchentliche Baustellenbesprechungen sowie das Verbot, bemerkenswerte Bäume oder Hecken zu fällen. Zudem müssen sämtliche Empfehlungen der Umweltstudie eingehalten werden.

Das Gutachten des Gemeindekollegiums ist nicht entscheidend. Die endgültige Entscheidung liegt bei den zuständigen Fachbeamten. Gegen eine Genehmigung können Rechtsmittel beim zuständigen Minister oder beim Staatsrat eingelegt werden. (jj)

Kommentare

  • Weiter so, die kriegen Belgien schon entstellt. Wer sehen will, wie die Windmafia wütet, dem sei ein Trip in unser Nachbarland empfohlen. Trotzdem dürfen sich unsere Nachbarn an den höchsten Stromkosten erfreuen.

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