2016 startete die Aktion mit 760 Teilnehmern. Heute sind es mehr als das Fünffache. „Die Zahlen sprechen für sich“, betont Tine Claus, Direktorin des flämischen Flüchtlingswerks. „In einer Zeit, in der Familien auf der Straße landen und die Asylpolitik härter wird, zeigen diese Menschen: Solidarität und Inklusion haben Zukunft. Das Rekordhoch beweist, dass die Unterstützung für Flüchtlinge größer ist denn je.“
Die ersten Wanderer machten sich bereits um 8 Uhr morgens auf den 40 Kilometer langen Weg durch Gent und Umgebung. Startpunkt war die Radrennbahn ’t Kuipke im Citadelpark. Wer eine kürzere Strecke bevorzugte, konnte ab 11 Uhr auf die 20-Kilometer-Route gehen. Parallel dazu liefen auch in anderen Teilen Flanderns tausende Menschen ihre eigene Strecke. Gegen 21 Uhr sollten die letzten Teilnehmer in Gent im Ziel erwartet werden.
Am Morgen gab es allerdings eine kleine Irritation: Mehrere Wegweiser im Citadelpark waren verschwunden. „Wir wissen nicht genau, wie viele. Ehrenamtliche haben kurzfristig die Aufgabe übernommen, die Wanderer richtig zu lotsen“, erklärte die Organisation. Vluchtelingenwerk vermutet, dass die rechtsextreme Gruppe Voorpost dahintersteckt. „Wir haben dort heute Morgen Sticker von Voorpost gefunden“, hieß es. (belga/calü)

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