Cyberangriff auf Brussels Airport: Hälfte der Abflüge am Sonntag gestrichen

<p>Am Samstag herrschte am Landesflughafen in Zaventem Chaos.</p>
Am Samstag herrschte am Landesflughafen in Zaventem Chaos. | Foto: belga

Die Anweisung wurde am Samstagnachmittag von der belgischen Flugsicherung Skeyes an Airlines und Piloten übermittelt – auf ausdrückliche Bitte des Flughafens, wie Philippe Touwaide, seines Zeichens föderaler Ombudsmann für den Flugverkehr, bestätigte.

In einer Pressemitteilung erklärte Brussels Airport am Samstagabend, man habe diese drastische Maßnahme angeordnet, um stundenlange Warteschlangen und kurzfristige Ausfälle zu vermeiden.

Der Angriff auf den externen Anbieter zwingt die Abfertigung aktuell zur kompletten Handarbeit: Check-in und Boarding können nur noch manuell durchgeführt werden. Das hat bereits am Samstag zu 17 gestrichenen Abflügen, vier Umleitungen und erheblichen Verspätungen bei den meisten Flügen geführt.

„Wir empfehlen allen Passagieren dringend, vor der Anreise den Status ihres Fluges zu prüfen und nur dann zum Flughafen zu kommen, wenn dieser bestätigt ist“, betonten die Verantwortlichen des Brussels Airports am Samstagabend. Zudem sollen Fluggäste weiterhin genügend Zeit einplanen: zwei Stunden für Schengen-Verbindungen, drei Stunden für Non-Schengen-Flüge.

Neben dem Landesflughafen in Zaventem sind auch weitere europäische Flughäfen, darunter Berlin, Dublin und London Heathrow, von der Attacke betroffen. Ob und wann die Systeme wieder stabil laufen, war zunächst unklar. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment