In Belgien betreibt Volvo zwei Standorte: das Werk in Gent mit rund 6.500 Beschäftigten – davon etwa 600 Angestellte – sowie die National Sales Company (NSC) in der Brüsseler Gemeinde Sint-Agatha-Berchem mit knapp 100 Bürokräften. Die Fabrik in Gent gilt als größter industrieller Arbeitgeber in der Provinz Ostflandern.
Lange war unklar, ob die Restrukturierung auch Belgien hart treffen würde. Nun steht fest: Die Arbeiter in Gent sind nicht betroffen, und bei den Angestellten geht es lediglich um eine Handvoll Stellen. „Wir betrachten jede Situation individuell, es gibt keine pauschalen Maßnahmen“, erklärt Volvo-Sprecher Wout De Vuyst.
Fokus auf natürliche Abgänge
Das Unternehmen setzt in erster Linie auf Pensionierungen und interne Versetzungen. „Belgien wird nicht einfach in den globalen Stellenabbau hineingezogen“, betont De Vuyst. „Die Auswirkungen bleiben hier sehr begrenzt.“
Anders sieht es in Schweden aus: Dort, wo die Konzernzentrale und die größten Support-Dienste angesiedelt sind, ist der Einschnitt massiv. Hintergrund ist ein weltweites Sparpaket von 1,6 Milliarden Euro, mit dem Volvo die Gewinne stabilisieren will. Denn die Zahlen sind zuletzt eingebrochen: Im ersten Quartal schrumpfte der Nettogewinn um 73 Prozent, die Verkaufszahlen fielen um 12 Prozent.
Für die Belegschaft in Belgien überwiegt damit vorerst die Erleichterung: Die angekündigte „Job-Kürzungswelle“ rollt weitgehend an ihnen vorbei. (belga/calü)

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