Härtetest im Hexenkessel: KTSV Eupen fordert Titelaspirant Pelt

<p>Anders als Samstagsgast Pelt (Remis gegen Visé) startete die KTSV Eupen um Colin Herné mit einem Sieg in die Saison.</p>
Anders als Samstagsgast Pelt (Remis gegen Visé) startete die KTSV Eupen um Colin Herné mit einem Sieg in die Saison. | Foto: Bernd Rosskamp

Die KTSV Eupen ist mit einem Auswärtssieg bei Aufsteiger Hellas in die neue Saison der Super Handball League gestartet. Beim Zwei-Punkte-Erfolg in Den Haag zeigte die Mannschaft um Trainer David L’Hoest eine geschlossene Teamleistung, auch wenn noch nicht alles reibungslos funktionierte. Unstimmigkeiten im Zusammenspiel und eine Reihe ungenutzter Torchancen verhinderten ein deutlicheres Ergebnis. Am Ende aber konnte Eupen einen wichtigen Auftaktsieg feiern. Ein Sieg, der Selbstvertrauen geben soll für die kommenden Aufgaben – denn die nächste hat es gleich in sich.

Am Samstagabend empfängt die KTSV in der E-Technik Arena Sporting Pelt, Vizemeister der vergangenen Saison und jährlicher Titelkandidat. Der Club aus Limburg ist alles andere als ein angenehmer Gegner. Eupen konnte in der vergangenen Spielzeit kein Duell gegen Pelt gewinnen, auch wenn sie alle stets hart umkämpft und hochspannend verliefen. „Pelt ist eine Mannschaft, die um den Titel spielt. Das ist in Eupen nicht der Fall. Wir sind nicht der Favorit, aber das ist eine Chance. Wir haben nichts zu verlieren und müssen jede Möglichkeit nutzen“, erklärt Trainer David L’Hoest.

Pelt unterstrich gleich zum Auftakt seine Ambitionen. Im Heimspiel gegen Meister Visé kam es zu einer Neuauflage des Play-off-Duells der Vorsaison. In einer packenden Begegnung musste sich Sporting in letzter Sekunde mit einem 27:27-Unentschieden zufriedengeben. Dass die Gäste am Samstag also mit dem festen Vorsatz nach Eupen reisen, diesmal beide Punkte mitzunehmen, liegt auf der Hand.

Die Stärken des Gegners sind bekannt: Pelt spielt mit hohem Tempo, nutzt jeden Fehler des Gegners gnadenlos aus und ist besonders in der ersten Angriffswelle brandgefährlich. Eupen hat das bereits mehrfach zu spüren bekommen. „Wir müssen wirklich jede Chance nutzen“, lautet daher die klare Marschroute von L’Hoest. Ein Durchhänger wie in Den Haag darf sich die Mannschaft nicht erlauben, denn gegen Pelt werden Unachtsamkeiten sofort bestraft.

Mikka Förster kehrt nach Blessur wieder ins Team zurück.

Personell kann Eupen aus dem Vollen schöpfen. Auch Mikka Förster wird nach seiner einmonatigen Verletzungspause wieder auf dem Kaderblatt stehen. Besonders die Unterstützung der Zuschauer soll ein Trumpf werden. „In Eupen gibt es eine starke Fanbase und bei den Heimspielen eine besondere Atmosphäre, die uns helfen kann. Das erschwert die Kommunikation des Gegners. Das ist natürlich ein subjektives Gefühl, aber es macht einen Unterschied. Darauf müssen wir auch setzen“, sagt L’Hoest, der den Kontrast zum Auswärtsspiel in Den Haag, wo nur wenige Zuschauer anwesend waren, hervorhebt.

Trotzdem bleibt L’Hoest bei aller Vorfreude realistisch. „Ich würde nicht sagen, dass wir selbstbewusst mit dem Gedanken reingehen, dass wir sicherlich für die Überraschung sorgen werden. Ich weiß aber, dass wir nie aufgeben. Wir haben die Qualitäten, diese Mannschaft zu ärgern“, erklärt der Coach. Ein entscheidender Punkt wird sein, möglichst lange in Reichweite zu bleiben. „Dann kann uns das Publikum vielleicht bis zur Überraschung tragen.“

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