„Es wird viel vom Wetter abhängen“, hatte Thierry Neuville vor diesem Event gegenüber dem GrenzEcho gesagt. Zu Wochenbeginn hatte es in Chile Niederschläge gegeben. Und so fanden die WRC-Stars am Donnerstag, als bei der elften von 14 Stationen der WM zur offiziellen Testetappe geblasen wurde, noch eine mitunter feuchte Strecke vor.
Mit großer Begeisterung spulten die meisten Protagonisten die 6,79 Kilometer lange Schotter-Trasse beileibe nicht ab. Sébastien Ogier (Toyota), der am Wochenende die 200. WM-Rallye seiner Karriere bestreitet, nahm kein Blatt vor den Mund. „Ziemlich unnütz“, schimpfte der achtmalige Weltmeister aus Frankreich. Sein junger finnischer Stallgefährte Sami Pajari sowie der Vervierser Grégoire Munster (Ford) pflichteten ihm bei: „Das ist nicht wirklich repräsentativ – im Vergleich zum Rest der Rallye.“ Und so sparten die Fahrer ebenfalls am Reifenverschleiß, in Erwartung der Herausforderungen in den kommenden Tagen. Schongang war jedenfalls angesagt.
Titelverteidiger Thierry Neuville (Hyundai) leistete sich gleich in der ersten Runde des Shakedowns ein Missgeschick: „Wir hatten einen Dreher“, reagierte er missmutig: „Einfach nur scheiße.“
Die Konkurrenten sind gespannt, wie sich die äußeren Bedingungen entwickeln werden. Am Freitag könnte es trocken bleiben, am Samstag würde es eventuell wieder regnen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es bei nassem Untergrund kein Nachteil sein muss, die Rallye auf der ersten Tagesetappe zu eröffnen, wie im Fall von WM-Spitzenreiter Elfyn Evans (Toyota). Der Waliser war am Donnerstag beim ersten Durchgang übrigens der Schnellste (3:21,8), wurde dann aber in der Klassierung überholt von Ott Tänak (Hyundai/3:21,5) und Kalle Rovanperä (Toyota/3:21,6). Neuville (3:31,4) begnügte sich mit dem mageren zehnten Platz. „Konzentrieren wir uns lieber auf Freitag. Dann geht es hier richtig los“, meinte er lapidar. (hs)

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