Nationaltrainer Rudi Garcia hatte wie erwartet einige Änderungen in seiner Startformation im Vergleich zur letzten Partie in Liechtenstein vorgenommen: Castagne, Raskin, Trossard und De Ketelaere standen in der Startelf, während Meunier, Vanaken, Fofana und Openda zunächst auf der Bank Platz nahmen.
Auch wenn den Gästen gleich zu Beginn der allererste Schuss auf das Tor gehörte, waren es im Laufe der ersten Halbzeit die Gastgeber, die auf den Führungstreffer drängten, dabei aber manches Mal die nötige Präzision vermissen ließen. Ein Freistoß von Kevin De Bruyne (21.) brachte nicht genug Gefahr, gefährlicher wurde es zwei Minuten später, als Seysen einen Linksschuss von De Bruyne entschärfte. Nach einer guten halben Stunde scheiterte dann der freistehende De Ketelaere am Torwart der Gäste.

Die hochverdiente Führung fiel dann endlich in der 42. Minute, und wie: De Ketelaere legte den Ball per Hackentrick herrlich für De Bruyne auf – und dieser hämmerte ihn in den Winkel. Der Jubel war kaum verstummt, da stand es schon 2:0. Diesmal legte der Torschütze auf für Doku, der auf links entwischt war, seinen Gegenspieler per Körpertäuschung aussteigen ließ und eiskalt ins lange Eck verwandelte.
Mit Schwung kamen die Roten Teufel auch aus der Kabine. Und das Spiel war nach 52 Minuten praktisch schon gelaufen. Nach einer präzisen Flanke von Youri Tielemans legte Jérémy Doku den Ball direkt vors Tor, wo Nicolas Raskin am zweiten Pfosten mühelos zum 3:0 vollendete. Der Treffer hielt auch der Prüfung durch den Videoschiedsrichter stand. Die Stimmung im Anderlechter Lotto Park wurde noch ausgelassener, als Doku mit seinem zweiten Streich das 4:0 markierte. Nach einem Ballverlust des eben erst eingewechselten Kasabulat schalten die Hausherren nach einer Stunde blitzschnell um. Aus spitzem Winkel überlistete der Flügelflitzer Keeper Seysen (60).
Danach ließen es die Roten Teufel etwas ruhiger angehen, kamen aber immer wieder gefährlich vor das Tor der Mannschaft aus Zentralasien. In einer einseitigen Partie gelangen noch weitere Tore: De Bruyne besorgte mit seinem zweiten Treffer des Abends das 5:0 (83.), bevor er umjubelt ausgewechselt wurde. Meunier machte kurz vor Schluss das halbe Dutzend voll.
Auf dem Weg zur WM kommen die schwierigen Aufgaben allerdings noch. Belgien war mit einem 1:1 in Nordmazedonien in die Qualifikation gestartet. Gegen Wales folgte ein spektakuläres 4:3, ehe am vergangenen Donnerstag in Vaduz in Liechtenstein und am Abend gegen Kasachstan jeweils ein 6:0-Kantersieg heraussprang. Entscheidende Bedeutung für die Roten Teufel in der Qualifikation dürften die anstehenden Begegnungen am 10. Oktober gegen Nordmazedonien und drei Tage später in Wales haben.

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