Nach mehreren registrierten Fällen von Infektionen mit der Stec-Bakterie in Belgien sieht die wallonische Agentur für Lebensqualität (Aviq) keinen Grund zur Panik. „Es handelt sich um eine Form der akuten Gastroenteritis, also um eine Infektion, die gerade im Sommer häufig vorkommt“, erklärte Aviq-Sprecherin Lara Kotlar am Mittwoch.
Die Aviq rät zu Wachsamkeit, warnt aber vor Panik.
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Die Behörde warnt vor einem „Medienhype, der nicht gerechtfertigt ist“. Solche Infektionen träten regelmäßig in Pflegeheimen, Kindergärten oder Schulen auf. „Es besteht kein Grund zur Beunruhigung. Das ist nicht Covid – wir werden nicht alle morgen sterben“, stellte die Sprecherin klar.
Gleichzeitig mahnt die Aviq jedoch zur Vorsicht, nachdem zuletzt acht Menschen in Belgien infolge einer Stec-Infektion gestorben waren. Besonders gefährdet seien Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Der Sommer begünstige das Auftreten solcher Infektionen, so Kotlar: „Es gibt mehr Zusammenkünfte, Grillabende, und Infektionen mit E. coli – einer Bakterienart, zu der auch Stec gehört – werden oft über kontaminierte Lebensmittel oder nicht trinkbares Wasser übertragen.“
Stec steht für „shigatoxinproduzierende Escherichia coli“. Die Infektion kann ohne Symptome verlaufen oder Beschwerden wie leichte bis blutige Durchfälle auslösen. Meist heilt sie von selbst ab, in seltenen Fällen kann jedoch ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entstehen, das schwer verläuft. (belga/rt)
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