Schon die Frühjahrsmonate gehörten mit extrem wenig Niederschlag zur zweittrockensten seit Beginn der Messungen im Jahr 1833. Auch der Sommer brachte kaum Entspannung und reiht sich in die 15 trockensten seit fast zwei Jahrhunderten ein.
Die Trockenheit ging einher mit überdurchschnittlicher Hitze: Mit einer mittleren Temperatur von 19,3 Grad war der Sommer 2025 der viertwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Statt der üblichen 24 Sommertage (über 25 Grad) zählte man gleich 38, dazu neun Tropentage mit mehr als 30 Grad. Zwei Hitzewellen – Ende Juni und Mitte August – setzten dem Land besonders zu.
Die Extreme reichten von 38,3 Grad am 2. Juli in Diepenbeek bis zu nur 0,6 Grad am 25. August in Elsenborn. Dazu kam außergewöhnlich viel Sonnenschein: Mit 707 Stunden lag der Wert gut 100 Stunden über dem langjährigen Mittel.
Auch der August stach hervor: Nur 17,8 Millimeter Regen fielen, ein Fünftel der normalen Menge. Gleichzeitig lag die Durchschnittstemperatur erneut bei 19,3 Grad. (belga/calü)

Kommentare
Hier wird uns wieder indirekt eingehämmert, dass es der Klimawandel ist, der uns in Zukunft vertrocknen und 'braten' lässt, weil es viel zu heiss und viel zu trocken werden wird. Nichts ist falscher als das.
Hier in Nordwest-Europa (Benelux, Nordfrankreich, Deutschland) steigen seit über 100 Jahren die durchschnittlichen Niederschlagsmengen. (Info: deutscher Wetterdienst)
Der Niederschlag in Belgien betrug im Durchschnitt 877,88 mm von 1901 bis 2024, erreichte ein Allzeithoch von 1153 mm im Jahr 1966 und einen Rekordtiefstand von 450 mm im Jahr 1921, stieg von 1063 mm im Jahr 2023 auf 1142 mm in 2024. (tradingeconomics.com/belgium)
das trockene Jahr 1921 wird im GE-Bericht erwähnt, ist aber völlig aus dem Zusammenhang gerissen: das gesamte Jahr 1921 war zu trocken, das Jahr 2025 ist noch nicht vorbei.
Warum wird denn nicht erwähnt (nur so spasshalber am Rande), dass dieser Sommer 2025 noch immer nasser war als 1976? (Info KMI)
Und wenn 2025 zu trocken sein sollte, so ist das eine Ausnahme, die die Regel bestätigt: es wird seit seit Jahrzehnten immer niederschlagsreicher.
Natürlich darf das Wort "Extreme" auch nicht im Artikel fehlen, weil uns ja suggeriert wird, alles wird schlimmer, egal ob es regnet oder nicht regnet. Welche statistische Basis hat dieses Merkmal 'extrem'?
Man merke: niemand kennt das Wetter langfristig im Voraus, ausser irgendwelche CO2-Gurus, die übrigens seit Jahrzehnten daneben liegen.
Und dass ein Sommer mal so oder mal so ist, ist ja wohl nichts Neues. Jeder Bauer ist schlauer.
Und diese "Hitzewellen" waren mal ein paar heisse Tage hintereinander, mehr nicht; leider gibt es keine festgelegte meteorologische Definition dieses Begriffes, es darf also verwendet werden nach Bedarf und nach Belieben. Die Presse sollte sparsamer mit solchen dehnbaren Bezeichnungen umgehen, sonst habt ihr auf einmal BILD-Niveau.
Dieser Artikel ist keine Wetterbestandsaufnahme, sondern Klimapropaganda.
das Wort Klimawandel ist ein politischer (ideologischer) Narrativ und auch Kampfbegriff, kein wissenschaftlich beweisbarer Fachbegriff.
Fazit: Alles Quatsch, alles Klimaquatsch.
Guido sauber recherchiert. Wäre mal etwas für die Schreiberlinge von " copy and paste" beim GE.
Wie von ihnen gewohnt Herr Hezel, Tatsachen einfach ignorieren und stattdessen immer wieder den anderen Kommentarschreiber persönlich attackieren.
Ganz offensichtlich suhlen sie sich darin, den anderen als dumm, unwissend oder wie hier erneut geschehen, als einfältig, sprich geistig beschränkt oder naiv, hinzustellen.
Na ja, wenn sie dabei entsprechende Glücksgefühle empfinden ...
Mehr Niederschlag und mehr Trockenheit schließen sich nicht gegenseitig aus, wie hier einfältig suggeriert wird. Diese beiden Phänomene nehmen zu und werden extremer, aber das kann man natürlich nicht verstehen, wenn man immer alles als "Quatsch" bezeichnet...
@Hezel:
"Mehr Niederschlag und mehr Trockenheit schließen sich nicht gegenseitig aus"
Diese Formulierung könnte auch so beschrieben werden:
Wenn sich mehr Niederschlag und mehr Dürre nicht gegenseitig ausschließen, dann nützt mehr Regen nichts, wenn es mal länger nicht regnet, und auch umgekehrt.
Die Realität ist nur so, dass dies in der Praxis in Europa noch nicht eingetroffen ist, obschon die grünen Klima-Gelehrten dies oft genug orakelten. Es müssten schon etliche Jahre hinter einander zuviel regnen oder zuviel Dürre herrschen, damit es so richtig bergab geht mit allem... das trifft aber nicht zu.
Nein Herr Hezel, würden Sie sich mit Datensätzen beschäftigen, würden Sie feststellen, dass Ihre Aussagen "immer schlimmer" nicht zutreffen. So einfach ist das.
Naja, man kann sich für die Betrachtung der Klimakrise auf die Daten und Fakten des Königlichen Meterologische Instituts und anderer wissenschaftlichen Einrichtungen dieser Art verlassen oder eben den geistigen Fabulierungen der Nullpoler lauschen, laut denen schlichtweg alles Quatsch ist, was nicht ihrer Meinung entspricht...
Wer hat wohl eher Recht - die Mehrheit der Klimawissenschaftler dieser Welt, oder das kleine Nullpol-Klübchen aus der Eifel, dass hobbymäßig meint, jeden Tag die Physik neu erfinden zu müssen?
Machen Sie sich ruhig weiter lächerlich meine Herren - immer wieder amüsant zu lesen.
Herr Scholzen,
die Einlüsse des Klimawandels auf die Natur geben eine bessere Antwort als Ihre historischen Zahlen.
Unsere heimische Vegetation leidet, Baumarten welche über 100 Jahren problemlos hier wuchsen sterben ab, wir wissen inzwischen nicht mehr mit welchen Baumarten wir unsere Wälder verjüngen sollen. Extreme Trockenperioden machen unsere Wälder anfällig für verschiedene Krankheiten und Insekten.
Das alles sind Tatsachen die wir nicht leugnen dürfen.
Das heißt nicht, dass der Wald oder gar die Natur "stirbt". Die Natur verändert sich, passt sich den neuen Gegebenheiten an. Der Mensch muss sich auch anpassen, aber ich zweifle daran, dass dies immer einfach sein wird.
"Es müssten schon etliche Jahre hinter einander zuviel regnen oder zuviel Dürre herrschen, damit es so richtig bergab geht mit allem... das trifft aber nicht zu." So der Herr Scholzen.
Wie definiert der Herr Scholen denn streng wissenschaftlich, wann es wo "zu viel" regnet oder wann wo "zu viel" Dürre herrscht?
Vielleicht findet sich dort eine Antwort:
Das Umwelt-Bundesamt: "Trockenheit in Deutschland – Fragen und Antworten" (30.07.20225)
Einfach googeln !
(Der Text ist zu lang, um mit den Grafiken hier "gepastet" zu werden.)
Dass aber alles auch so kompliziert sein muss und sich nicht auf ein paar Tiraden ("Warmes Klima, gutes Klima", "Alles Quatsch, alles Klimaquatsch") oder persönliche Attacken ("copy-paste-Schreiberlinge" - Wo bleibt da der Herr Fink ?) reduzieren lässt...
Herr Scholzen: "Man merke: niemand kennt das Wetter langfristig im Voraus, ausser irgendwelche CO2-Gurus, die übrigens seit Jahrzehnten daneben liegen."
Welcher Meteorologie (CO2-Guru" - Herr Fink ?!) behauptet denn, solche "Wetter"vorhersagen über "Jahrzehnte" hinaus machen zu können?
Das entspringt wohl nur der überhitzten Fantasie eines Gegenpolers.
Selbst langfristige Klimaprojektionen ("Klima" -Klingelt's, Herr Scholzen?) sind immer mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet. Kein seriöser Klimatologe würde das bestreiten.
Das ist übrigens überall gang und gäbe. Jeder Betrieb stellt in seinem Bereich solche Projektionen auf, die aber auch keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit erheben und von heute auf morgen Makulatur werden können (s. Trump mit seinen Zöllen).
Jede Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht auf Statistiken aus der Vergangenheit und Projektionen in die Zukunft. So etwa im Versicherungsbereich die Lebenserwartung als Basis für die Prämienberechnung.
Alles klar?.
Werter Herr Schlembach,
Die großen ökologischen Nachteile im Waldbau kommen nicht durch Klimawandel, sondern dadurch, dass seit Generationen Monokulturen von Bäumen angepflanzt wurden. eine spezifische Monokultur erzeugt stets auch eine Monokultur eines spezifischen Schädlings: Borkenkäfer bei Nadelholz, Pilzbefall bei Douglasien, etc.
zusätzlich werden durch den 'Brotbaum' Fichte der Boden trockener und saurer, was die Situation nicht gerade besser macht, aber dies hat nichts mit "Klimawandel" zu tun.
In Südeuropa ist es viel wärmer und teils trockener, Winter wie Sommer, als in unseren Regionen nördlich der Alpen, aber solche verhältnisse haben wir noch lange nicht. Aber warum orientiert sich der hiesige Waldbau nicht an solchen südlicheren Wäldern? (Wenn die Situation denn so sein sollte) Nur so als Tipp am Rande, wenn ihre Befürchtungen denn wirklich zutreffen sollten. (bin übrigens auch Waldbesitzer und kenne diese Art Arbeit)
Da ich als Klimaskeptiker der Meinung bin, dass wir es nicht einem menschengemachten Klimawandel zu tuen haben, weil es wissenschaftlich nicht beweisen lâsst, sondern mit Klimaschwankungen, die historisch mit anderen Perioden verglichen werden können, so sieht die ganze Sache im überblick schon ganz anders aus. Vor tausenden Jahren nach der letzten Eiszeit waren die Alpen fast eisfrei und - bewaldet! (Stichwort Gletscherholz) So warm war es damals in Europa.
Sie haben recht mit "Die Natur verändert sich, passt sich den neuen Gegebenheiten an. Der Mensch muss sich auch anpassen"
Wenn mir jemand hingegen weismachen will, das es eine Erwärmung ist ,die den Waldbestand in unseren Breiten gefährdet, der lebt irgendwo an der Realität vorbei. Der Waldbau sollte sich nicht an den fiktiven Untergangs-Fantasien von grünen Ideologen orientieren, die von der Materie soviel Ahnung haben wie eine Milchkuh vom Eierlegen.
Weil jede Diskussion mit MINT-Verweigerern, BS-Akrobaten und notorischen Querulanten nur Zeit- und Energieverschwendung ist und ein Waldarbeiter in seiner hasserfüllten Verblendung schon lange nicht mehr erkennt, dass er auf dem... Holzweg ist, hier "Copy and Paste" 10 Fakten zum anthropogenen Klimawandel:
"1. Steigender CO₂-Gehalt in der Atmosphäre:
Messungen zeigen, dass die CO₂-Konzentration seit Beginn der Industrialisierung von ~280 ppm (vor 1850) auf heute über 420 ppm gestiegen ist.
2. Isotopenanalysen belegen die Herkunft des CO₂:
Kohlenstoffisotope (^13C/^12C) zeigen eindeutig, dass der Anstieg aus fossilen Brennstoffen stammt und nicht aus natürlichen Quellen wie Vulkanen.
3. Globale Temperaturerhöhung:
Die Erdoberfläche hat sich seit 1850 um etwa 1,5°C erwärmt, mit besonders starkem Anstieg seit den 1970ern (NASA, NOAA, IPCC).
4. Wärmster Dekaden-Trend:
Die letzten 10 Jahre waren die wärmsten seit Beginn der systematischen Messungen (1850er Jahre).
5. Physikalische Grundlagen seit dem 19. Jahrhundert bekannt:
Der Treibhauseffekt ist kein neues Konzept: Fourier (1824), Tyndall (1859) und Arrhenius (1896) haben bereits gezeigt, dass CO₂ Wärmestrahlung zurückhält.
6. Satellitendaten zeigen Energiebilanz:
Satelliten messen, dass weniger Wärmestrahlung ins All entweicht – genau in den Wellenlängen, die CO₂ absorbiert.
7. Eisschmelze und Gletscher-Rückzug:
Arktisches Meereis, Grönland- und Antarktiseis verlieren massiv an Volumen. Gletscher weltweit ziehen sich zurück, was in historischen Daten (Fotos, Bohrkerne) eindeutig belegt ist.
8. Meeresspiegelanstieg:
Der globale Meeresspiegel ist seit 1900 um etwa 20 cm gestiegen, hauptsächlich durch Gletscherschmelze und thermische Ausdehnung des Wassers.
9. Zunahme von Extremwetter:
Statistische Analysen zeigen eine Häufung von Hitzewellen, Starkregenereignissen, Dürren und Waldbränden, die mit Klimamodellen konsistent sind.
10. Übereinstimmung von Klimamodellen mit Beobachtungen:
Modelle, die menschliche Emissionen berücksichtigen, erklären die Erwärmung exakt. Ohne menschlichen Einfluss (nur Sonne, Vulkane, natürliche Schwankungen) lässt sich der Temperaturanstieg nicht reproduzieren."
Zum Mitschreiben:
Der Anstieg von Treibhausgasen, die physikalischen Messungen, die sichtbaren Umweltveränderungen und die Übereinstimmung mit Modellen bilden eine wissenschaftlich unanfechtbare Beweiskette für den menschengemachten Klimawandel.
Sehr geehrter Herr Scholzen,
Dass speziell die Fichte auch aufgrund von ökologischen Faktoren den Bach runter geht ist mir bekannt, die logische Konsequenz ist dass sie beschleunigt geerntet wird, was gemacht wird.
Es geht aber nicht um die Fichte, es geht um so ziemlich alle heimischen Baumarten. Die Buche, welche in Belgien meist die Klimaxbaumart ist, ist krank, ebenso die Eiche.
Man kann den Klimawandel nicht verneinen. Sicherlich hat es ähnliche Phänomene schon in der Vergangenheit gegeben, aber was alarmierend ist , ist die Geschwindigkeit dieser Veränderungen.
Ich überlasse qualifizierteren Menschen als ich es bin zu belegen, dass der Klimawandel menschengemacht ist oder nicht, aber jeder Förster könnte Ihnen versichern, dass es ihn gibt.
MfG
Leo Schlembach
Hallo zusammen, lesen wir die obige Schlagzeile, die besagt, dass Belgien die trockenste Periode seit über 100 Jahren erlebt.
Das kann unmöglich wahr sein; wir hatten diesen Sommer genug Regen. Unter einer Trockenperiode verstehe ich etwas anderes.
Liebe Leserinnen und Leser,
unsere Kommentarspalten sollen ein Ort für lebendige Debatten, unterschiedliche Standpunkte und konstruktiven Austausch sein. Wir freuen uns über jede Beteiligung – gerade auch dann, wenn die Meinungen auseinandergehen.
Doch nun haben wir mehrfach feststellen müssen, dass Diskussionen immer wieder in einem Ton geführt werden, der dem respektvollen Miteinander nicht mehr gerecht wird. Persönliche Angriffe, pauschale Abwertungen oder unsachliche Unterstellungen helfen niemandem weiter und stehen im Widerspruch zu unserem Verständnis von offener Debatte.
Wir möchten daher alle Nutzerinnen und Nutzer eindringlich bitten, sich zu mäßigen. Kritik, auch scharfe Kritik, ist willkommen – solange sie sich auf Inhalte bezieht und in einer respektvollen Sprache vorgetragen wird.
Vielen Dank,
Christian Schmitz, Chefredakteur
Und was steht unter der Schlagzeile, Herr Fickers?
Um Ihnen die Mühe zu ersparen, zur Einleitung des Artikels zurückzuscrollen, hier ist sie:
"Belgien hat die trockenste Kombination aus Frühling und Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Von März bis Ende August fielen laut dem Königlichen Meteorologischen Institut (KMI) lediglich 184,4 Millimeter Regen – weniger als die Hälfte des üblichen Werts von knapp 400 Millimetern. Nur 1921 war es noch trockener."
Alles klar?
Anscheinend reicht die Lesekompetenz mancher Leute nur für die Schlagzeile?
Hezel und Leonard mal wieder. Die beiden "Linientreuen" und "Selenskij Fans" dürfen nicht fehlen.
Die beiden leiden meiner Meinung nach an "Realitsverlust"!
An die Herren Wahl und Scholten, geben Sie sich keine Mühe die heiden Herren werden immer denken das sie Recht haben.
Als Charles Darwin 1859 nach langem Ringen seine Evolutionstheorie veröffentlichte, löste er einen Sturm der Entrüstung aus. Seine Erkenntnis, dass Arten sich durch natürliche Selektion entwickeln, stellte die religiöse Weltsicht radikal infrage. Er griff damit nicht nur theologische Dogmen an, sondern auch das Selbstbild des Menschen als „Krone der Schöpfung“. Die Reaktionen waren entsprechend heftig: nicht wissenschaftlich begründet, sondern politisch, kulturell und religiös motiviert.
Bis heute (!) gibt es Menschen, die die Evolution ablehnen, oft aus religiösem Fundamentalismus heraus. Sie halten an einer wörtlichen Bibelauslegung fest, behaupten, die Erde sei nur 5.000 bis 6.000 Jahre alt, und leugnen die gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Tier. Es ist weniger ein Mangel an Beweisen – diese sind überwältigend – sondern eine Verweigerung, die Konsequenzen dieser Beweise für das eigene Weltbild zu akzeptieren.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem anthropogenen Klimawandel. Auch hier ist der wissenschaftliche Befund eindeutig.
Auch hier liegen die Beweise offen auf dem Tisch: Messungen, Modelle, empirische Beobachtungen.
Und auch hier erleben wir z.T. massive Gegenwehr.
Der Unterschied: Heute kommt der Widerstand weniger aus religiösen Lagern (aber auch von dort), sondern vor allem aus politischen und wirtschaftlichen Interessen. Der Klimawandel bedroht nicht ein religiöses Weltbild, sondern die ökonomischen Grundlagen einer fossilen Weltordnung. Er stellt Wachstum, Konsum und Machtstrukturen infrage.
Wie einst bei Darwin, so ist es auch hier nicht die Wissenschaft, die uns im Unklaren lässt, sondern die menschliche Bereitschaft, unbequeme Wahrheiten zu verdrängen.
Früher ging es um das Selbstverständnis des Menschen als göttliche Schöpfung.
Heute geht es um unser Selbstverständnis als Herrscher über die Natur und ihre Ressourcen.
Das Muster ist dasselbe:
Je klarer und unbestreitbarer die Beweise werden, desto lauter werden die Stimmen, die aus Angst vor den Konsequenzen versuchen, diese Beweise zu relativieren oder zu leugnen.
Nun, an dem „Realitsverlust“, den Herr Manz den "Linientreuen" und "Selenskij Fans" unterstellt, scheint er selbst auch zu leiden, da sein Kurzkommentar gänzlich ohne solche Realität, sprich Fakten, auskommt.
Da befindet er sich allerdings in guter Gesellschaft. Bei den Beiträgen der Herren Fink und Wahl, der von anderen „Zahlensätze“ fordert, wobei er selbst nichts liefert, ist das genauso, sicher ganz im Sinne der Ermahnung von Chefredakteur Schmitz, nicht wahr?
Und der Herr Scholzen bringt „Fakten“ wie diese hier: „Es müssten schon etliche Jahre hinter einander zuviel regnen oder zuviel Dürre herrschen, damit es so richtig bergab geht mit allem... das trifft aber nicht zu.“
Ja, „so richtig bergab“…
Die jetzt schon überall auch für den Laien festzustellenden Schäden, etwa bei einer Urlaubsfahrt durch das französische Jura, sind wohl noch nicht genug?
„…das[s] das es eine Erwärmung ist, die den Waldbestand in unseren Breiten gefährdet, der lebt irgendwo an der Realität vorbei.“
Diese „Realitätsverweigerung“ betrifft aber dann die gesamte Forstwirtschaft, … nur „Waldbesitzer“ Scholzen nicht.
Schon mal die Zustandsberichte der Wälder in Deutschland gelesen?
Die Quintessenz: « Vier von fünf Bäumen zeigen Schäden, darunter die Hauptbaumarten Fichte, Kiefer, Buche und Eiche.“ „ Langfristige Trockenheit, Hitze und die damit verbundenen Schädlinge setzen den Bäumen weiterhin zu.“
Und bei uns: « Etat des lieux sur la santé des forêts wallonnes » (Einfach googeln !)
Schädlinge befallen vorrangig kranke, bereits durch Dürre geschädigte Bäume.
Das ist Konsens, für Scholzen & Co. allerdings Jägerlatein.
Aber anderen vorzuwerfen, „von der Materie so viel Ahnung zu haben wie eine Milchkuh vom Eierlegen“, das ist natürlich viel einfacher, als unbequeme Fragen zu beantworten.
Noch immer keine Reaktion von Gegenpol & Cie.
Die Herren sind doch sonst nichr auf den Mund gefallen...
Auf ihrem ureigensten Terrain?
Werter Herr Schleck, ich halte es lieber mit Herrn Manz' Philosophie.
Ein Armutszeugnis...
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