Gaza-Konflikt: Aktivisten lesen 69.000 Opfernamen in Brüssel vor
Nahostkonflikt
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In Brüssel wollen Aktivisten am Mittwoch an die Opfer des Krieges im Gazastreifen erinnern. In der Rue de la Loi werden von 11.30 bis 14.30 Uhr die Namen von 69.000 getöteten Palästinensern und Israelis verlesen – darunter 13.949 Kinder.
In der Rue de la Loi in Brüssel werden die Namen von 69.000 Opfern des Gaza-Konflikts verlesen – ein stiller Protest niederländischer Aktivisten.
| Foto: belga
Hinter der Aktion steht die niederländische Gruppe „Témoins de Gaza“ (Zeugen von Gaza). Sie will die Namensliste zudem an die neue EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas übergeben.
Der Ort ist bewusst gewählt: Die Lesung findet in einem Fußgängerbereich nahe dem Rond-Point Schuman und dem Parc du Cinquantenaire statt – in unmittelbarer Nähe des Europäischen Auswärtigen Dienstes (SEAE), der die diplomatischen Beziehungen der EU mit Drittstaaten koordiniert.
„Wir können wenig anderes tun, als Zeugnis abzulegen. Alle, die Bilder und Berichte sehen, sind Zeugen. Wir wählen, uns in Würde und Stille vor den verlorenen Leben zu verneigen“, sagte Sprecher Jos Van Dongen. Die Aktion sei keine klassische Gedenkveranstaltung, sondern ein „schlichtes, stilles und rohes“ Zeugnis der anhaltenden Leiden in Gaza.
Ähnliche Lesungen haben die Aktivisten bereits in mehreren niederländischen Städten organisiert, darunter Middelburg, Nimwegen und Utrecht, sowie vor den israelischen Botschaften in Den Haag und Brüssel. In Den Haag werden seit vier Wochen ununterbrochen Namen vor dem Außenministerium vorgelesen. (belga/rt)
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