Leen Bakker Belgien muss alle 44 Filialen verkaufen
Möbelkette
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Die Möbel- und Deko-Kette Leen Bakker Belgien steht zum Verkauf. Ein Gericht hat die belgische Tochter der niederländischen Handelskette verpflichtet, ihre 44 Filialen abzugeben. Grund ist die anhaltend schlechte finanzielle Lage – verstärkt durch den harten Wettbewerb mit Onlineplattformen und Ikea. Das berichten die Zeitungen „L’Echo“ und „De Tijd“.
Die Möbelkette Leen Bakker muss alle 44 belgischen Filialen verkaufen.
| Foto: Photo News
Seit dem 14. August steht die Gesellschaft unter Gläubigerschutz. Zwei vom Gericht ernannte Liquidatoren haben nun bis zum 7. Dezember Zeit, einen Käufer für die 30 Filialen in Flandern und die 14 in der Wallonie zu finden.
Der Verkauf läuft nicht wie üblich, sondern unter direkter Aufsicht der Justiz. Für die 309 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (274 Vollzeitstellen) bedeutet dies eine ungewisse Zukunft. Insidern zufolge schreiben rund zwei Drittel der Filialen seit Jahren Verluste – ihre Übernahmechancen gelten daher als gering.
Die Lage der belgischen Leen-Bakker-Sparte hat sich zuletzt dramatisch verschlechtert: Nach einem Minus von 1,25 Millionen Euro im Jahr 2023 weitete sich der Verlust 2024 auf 5,7 Millionen Euro aus. Der Umsatz fiel von 67,6 auf 58,6 Millionen Euro, während die kurzfristigen Verbindlichkeiten mittlerweile 25 Millionen Euro betragen. Das Eigenkapital liegt bei minus 5 Millionen. (belga/rt)
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