Bauunternehmen schlagen Alarm: Tausende Jobs in Belgien unbesetzt

<p>Der Bausektor kämpft mit Personalmangel.</p>
Der Bausektor kämpft mit Personalmangel. | Foto: Britta Pedersen/dpa

Der Arbeitskräftemangel in der Bauwirtschaft ist kein neues Phänomen: Seit langem pendelt die Zahl der unbesetzten Jobs zwischen 14.000 und 20.000. Schon im März hatte Embuild berichtet, dass fast 70 Prozent der Firmen händeringend Verstärkung suchten. Der Vakanzanteil – also das Verhältnis von offenen Stellen zur Gesamtzahl der Jobs – liegt im Bauwesen bei 7,07 Prozent. Damit führt die Branche das Ranking aller Sektoren an.

Besonders besorgniserregend: 87 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Personalsuche „schwierig“ bis „sehr schwierig“ sei.

Embuild-Chef Niko Demeester fordert daher ein entschlossenes Gegensteuern: „Wir müssen mehr Menschen aus- und weiterbilden, gerade jetzt, da die Arbeitslosengeldzahlungen zeitlich begrenzt werden. Zudem gilt es, das Image des Baugewerbes zu verbessern, die Digitalisierung und Industrialisierung voranzutreiben – und die bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker einzubinden.“

Appell an junge Menschen

Zum Beginn des neuen Schuljahres richtet sich die Branche auch gezielt an die Jugend: Der Verband wirbt dafür, sich für eine Ausbildung im Bauwesen zu entscheiden. Aktuell wählen landesweit rund 17.500 bis 18.000 Schüler eine Fachrichtung im Bereich Bau – eine Zahl, die seit Jahren stagniert. Dabei biete der Sektor sichere Jobs mit Perspektive: „Die Bauberufe sind vielfältig, spannend und gut bezahlt“, betont Embuild. (belga/calü)

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