Bereits in der ersten Halbzeit flog Mathieu Despontin (32.) am Samstagabend wegen groben Fouls mit glatt Rot vom Platz, in der Schlussphase folgte ihm erst Mikail Deliboyraz (84.), ehe per Ampelkarte auch Leny Cuche früher in die Kabine musste. Zudem warf Trainer Soner Yurdakul Schiedsrichter Lucas Baudon einige weniger nette Worte an den Kopf und fand sich ab der 37. Minute hinter der Bande wieder.
Rund um die ganze Aufregung herum erarbeiteten sich die Kelmiser bereits zur Pause einen deutlichen 3:0-Vorsprung. William Belle (22.), Quentin Hubert (35.) und Neuzugang Sacha Cornet (43.) besorgten die Tore – doch tat die immer weiter wachsende Überzahl seiner Union nicht gut, bedauerte Trainer Jordan Remacle: „Es ist normal, dass du dann denkst, alles würde von alleine klappen. Aber so war es nicht.“
Vielmehr bemühte sich Manage um eine Rückkehr in diesen Saisonauftakt, schrammte nach Mateo Scohy´s Elfmeter zum 1:3 (53.) sogar am Anschlusstreffer vorbei. Ebenfalls per Strafstoß löschte Pierre Kever in der Nachspielzeit aber alle Fragezeichen aus. „Ich bin sehr zufrieden, auch wenn es noch verbesserungswürdige Dinge gibt. Physisch haben wir diesen Test aber gut bestanden, nur die schwächere Phase vor der Halbzeit stört mich. Ich wollte nicht, dass wir in die körperlich und verbal aggressive Gangart des Gegners verfallen.“
Weniger Freude herrschte einige Stunden später im Lager des RFC Raeren-Eynatten. Denn erst in den letzten Augenblicken der Partie in Aywaille gaben die Schwarz-Gelben ihre durch Wirbelwind Lenny Boccardo (67.) entstandene Führung aus den Händen. „Da würde ich gerne nochmal die Bilder sehen“, reagierte Trainer Eric Vandebon auf den Elfmeter, den Christ-Billy Luwungu zum 1:1-Endstand verwertete (89.).
„Darüber werde ich nicht weiter sprechen, weil ich zu weit weg stand. Aber ich finde, dass der Schiedsrichter durchgehend pro Aywaille gepfiffen hat“, so ein frustrierter Vandebon, der gleichzeitig zugab, dass seine Mannen in der ersten Halbzeit trotz vier Großchancen nicht auf Normalniveau agierten. Erst eine taktische Anpassung brachte Besserung, mehr Rhythmus – und den ersten Saisonpunkt. (lm/tf)

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