Statt kurzer Alternativen bleibt nur der Umweg über die belgische Autobahn – rund 15 Kilometer länger als gewohnt.
Besonders verärgert sind Betroffene über den Eindruck mangelnden Tempos. Nach elf Tagen seien kaum 400 Meter Asphalt entfernt worden, berichten mehrere Anwohner der „Aachener Zeitung“. Vor Ort hätten sie nur wenige Arbeiter gesehen. Von Seiten der Verwaltung heißt es, die Bauphasen benötigten unterschiedlich viele Fachkräfte und Geräte. Würden zu viele Maschinen gleichzeitig eingesetzt, behindere dies den Ablauf, zudem sei die Logistik auf dem engen Abschnitt eine Herausforderung.
Für Unmut sorgt auch, dass kleinere Straßen wie Höfchensweg oder Eberburgweg nicht für den Verkehr geöffnet wurden. Die Stadt hatte dies früh ausgeschlossen. Begründung: Es fehle dort an Geh- und Radwegen, sodass alle Verkehrsteilnehmer eine enge Fahrbahn teilen müssten. Außerdem könnten die schmalen Verbindungen den Verkehr einer Bundesstraße nicht aufnehmen. Anwohner hatten vorgeschlagen, die Durchfahrt auf Anlieger zu beschränken, doch auch dies wurde von der Fachverwaltung verworfen.
Seit dieser Woche gilt nun die Vollsperrung zwischen Jahnplatz und Diepenbenden. Nach Angaben der Stadt läuft alles nach Zeitplan: Dienstag wurden Flächen vorbereitet, am Mittwoch der Asphalt eingebaut.
Am Donnerstag sollten Markierungsarbeiten erfolgen, sodass ab Freitagvormittag wieder die halbseitige Sperrung gilt. Anschließend stehen Restarbeiten wie das Anheben von Schächten oder das Abfräsen von Kanten an. Wenn alles planmäßig verläuft, können ab Mittwoch, 27. August, beide Fahrtrichtungen wieder freigegeben werden. Die Sanierung der kombinierten Fuß- und Radwege auf dem Teilstück ist ebenfalls vorgesehen, ein Termin dafür wurde jedoch noch nicht genannt. (mo)

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