Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem die Nationalbank Belgiens (BNB) einen Bericht zur Prüfung der ING-Praktiken im Fall Reynders an die Justiz übermittelt hatte. Damit handelt es sich um ein neues Dossier, getrennt von den bereits 2023 eingeleiteten Ermittlungen wegen Geldwäscheverdachts gegen Reynders.
Seit Juli werden ehemalige und aktuelle Führungskräfte der Bank von der Zentralstelle zur Korruptionsbekämpfung (OCRC) befragt. Auch der frühere ING-CEO Erik van den Heyden sowie der derzeitige CEO Peter Adams wurden als Verdächtige vorgeladen.
Konkret geht es um Bareinzahlungen von insgesamt rund 700.000 Euro, die Didier Reynders zwischen 2008 und 2018 auf sein Konto bei ING tätigte. Zwar stellte die Bank 2018 Fragen zu den regelmäßigen und hohen Summen, meldete die Vorgänge aber erst 2023 an die Geldwäschepräventionsstelle CTIF. Auffällig sei zudem, dass Reynders ab 2018 große Summen in Glücksspiele investierte, wiederum in bar – Gewinne flossen anschließend erneut auf sein ING-Konto.
Eine Stellungnahme zum konkreten Fall lehnte ING Belgien ab. (belga/rt)

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