Trotz Budgetkürzungen: Belgien investiert weiter in globale Gesundheit

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Außenminister Maxime Prévot (rechts) weilte zuletzt in Kinshasa. | Foto: belga

„Die internationale Hilfe steht unter Druck. Die USA haben mit massiven Kürzungen begonnen und damit andere Länder ermutigt, nachzuziehen. Auch Belgien hat sein Budget um 25 Prozent reduziert“, räumte Prévot im Kabinda-Krankenhaus ein. „Aber die Mittel für den Kampf gegen HIV bleiben unangetastet.“

Das Kabinda-Hospital gilt als Referenzzentrum für Infektionskrankheiten im Kongo und arbeitet eng mit dem Nationalen Institut für Biomedizinische Forschung (INRB) zusammen, das wiederum seit Jahren Partner des Instituts für Tropenmedizin in Antwerpen ist. Hier werden Epidemien wie Mpox (Affenpocken) oder die Schlafkrankheit überwacht und behandelt.

Besonders gefährdet sind HIV-Patienten – im Land sind rund 500.000 Menschen offiziell infiziert. Durch ihre geschwächte Immunabwehr sind sie anfälliger für Mpox und sprechen schlechter auf Impfungen an.

Bei der Schlafkrankheit, deren vollständige Ausrottung bis 2030 möglich erscheint, setzt das INRB auf internationale Unterstützung. „Gerade weil die Krankheit kurz vor der Ausrottung steht, braucht es jetzt verlässliche Partner. Belgien wird diese Rolle weiter spielen“, versicherte Prévot. Belgien stellt dafür weiterhin gezielt Mittel bereit: So fließen rund zwei Millionen Euro in das Projekt Mbote-HIVAX, das in Kinshasa Impfkampagnen gegen HIV unterstützt und zugleich die Wirksamkeit des Mpox-Impfstoffs bei HIV-Patienten untersucht. Weitere 14,5 Millionen Euro sind für das laufende Partnerschaftsprogramm zwischen dem Institut für Tropenmedizin in Antwerpen und dem kongolesischen INRB bis 2026 vorgesehen. Und auch die Schlafkrankheit bleibt ein Schwerpunkt: Neun Millionen Euro sollen in ihre endgültige Bekämpfung investiert werden. Auch die humanitäre Hilfe, betonte der Minister, bleibe trotz Kürzungen unangetastet. Diese Woche setzt Prévot seine Reise in vier Länder Zentral- und Ostafrikas fort. (belga/calü)

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