Auslöser ist eine Protestwelle gegen den akuten Personalmangel und die nach Angaben der Gewerkschaften „unzumutbaren Arbeitsbedingungen“.
Nach Gewerkschaftsangaben fehlen in der Justizanstalt Haren derzeit rund 100 Vollzeitkräfte. Allein in den letzten 60 Tagen hätten 14 Bedienstete gekündigt – ein dramatisches Signal. „Das Gefängnis läuft mit einem Personalbestand, der weit unter dem gesetzlichen Soll liegt“, sagt CGSP-Generalsekretär Grégory Wallez. „Die Kolleginnen und Kollegen fürchten, dass dieser Zustand bald zur Normalität wird. Sie wollen einfach nur ihre Arbeit in Sicherheit machen können. Dieser Streik ist ein Hilferuf.“
Zwar habe bereits ein Treffen mit der Gefängnisleitung stattgefunden, doch eine Lösung für die Beschäftigten sei nicht in Sicht. Daher sehen die Gewerkschaften keine andere Möglichkeit, als den Druck mit einem 48-stündigen Streik zu erhöhen. (belga/calü)

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