In Brüssel nimmt Selenskyj um 15 Uhr gemeinsam mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an einer Videokonferenz der „Koalition der Freiwilligen“ für die Ukraine teil, an der auch Premierminister Bart De Wever (N-VA) beteiligt ist.
Am Montag werden von der Leyen und weitere europäische Spitzenvertreter den ukrainischen Staatschef nach Washington begleiten, wo ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump geplant ist – nur wenige Tage nach dessen Gespräch mit Wladimir Putin.
Außenminister Prévot betonte im Vorfeld die Bedeutung der europäischen Präsenz in Washington: „Die Teilnahme Europas am Friedensprozess ist selbstverständlich, wird dort aber nicht unbedingt so gesehen. Deshalb ist es wichtig, das klarzustellen.“
Prévot verwies zugleich auf den „schockierenden Bildparadox“, wenn man das frostige Treffen zwischen Trump und Selenskyj im Oval Office vor einigen Monaten mit dem roten Teppich vergleiche, der in Alaska für Russlands Präsident Putin ausgerollt wurde. „Man muss klar benennen, wer Aggressor ist und wer Opfer – und verhindern, dass irgendein Abkommen ohne die Zustimmung der Ukraine geschlossen wird.“
Er erinnerte daran, dass es undenkbar wäre, wenn Trump und Putin allein über die künftigen Grenzen in der Region entschieden – „und schon gar nicht über eine Lösung, die den Verbleib eroberter Gebiete in russischer Hand vorsieht“.
Gleichzeitig würdigte der belgische Außenminister die US-Bemühungen: „Wir alle haben ein Interesse daran, dass es so schnell wie möglich zumindest zu einem Waffenstillstand, im besten Fall zu einem Frieden kommt. Aber das muss zu einem gerechten Preis geschehen – nicht auf Kosten der Angegriffenen.“
Belgien sei bereit, sich an einer künftigen „Koalition der Freiwilligen“ zu beteiligen, sollte ein Waffenstillstand vereinbart und eine internationale Truppe zur Sicherung der Grenze zu Russland eingesetzt werden. (belga/rt)

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