Telefon-Banking wurde Anfang der 1990er-Jahre eingeführt – lange vor Internetbanking und Banking-Apps. Für Menschen ohne digitale Kenntnisse war es bisher eine nützliche Alternative. Als Grund für die Einschränkung verweist Belfius auf eine neue gesetzliche Verpflichtung, wonach der Name des Zahlungsempfängers bei Überweisungen überprüft werden muss. „Diese Technologie stammt noch aus der Zeit der Telefone mit Wähltasten und kann nicht angepasst werden“, so die Bank.
Hinzu kommt, dass die Nutzerzahlen seit Jahren sinken. Derzeit haben weniger als 10.000 Kunden ein aktives Telefon-Banking-Konto bei Belfius. Ein Teil davon nutzt bereits Geldautomaten, die Banking-App oder das Onlineportal. Die Automaten sind auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich und für Sehbehinderte mit Sprachausgabe ausgestattet.
Für die wenigen Dutzend Kunden, die bislang ausschließlich per Telefon Überweisungen getätigt haben, will Belfius als Übergangslösung kostenlose Papierüberweisungen anbieten.
Belfius Direct Phone wird weiterhin existieren, aber nur noch für Kontostands- und Umsatzabfragen – rund um die Uhr – sowie für den Kontakt zu einem Mitarbeiter von Belfius Connect (werktags 8 bis 22 Uhr, samstags 9 bis 17 Uhr).
BNP Paribas Fortis erklärte, derzeit keine Pläne zu haben, den Dienst einzustellen. Dort nutzen knapp 125.000 Kunden den Service Easy Banking Phone; allein im ersten Halbjahr wurden darüber 270.000 Überweisungen getätigt. (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren