Mit 90 Delegationen war es die größte Pride in der Geschichte der Stadt – und das nicht nur auf dem Papier. Unter den Teilnehmenden: bekannte Gesichter aus Politik, Kultur und der flämischen Promiszene.
Die Parade startete um 14 Uhr an der Brouwersvliet, zog Richtung Schelde, bog an der Sint-Jansvliet in die Kloosterstraat ab und führte schließlich über die Scheldestraat bis zum Gelände des Love United Festivals an der Cockerillkaai. Dort wurde und wird noch bis Mitternacht gefeiert – mit Top-Acts wie Star-DJ Carl Cox.
Ein Fest fast ohne Schattenseiten
Die Stimmung war friedlich und ausgelassen, größere Zwischenfälle blieben aus. Vor Beginn gab es eine angemeldete Gegenkundgebung der rechtsextremen Gruppe Voorpost, die ohne Probleme verlief.
Anders eine nicht genehmigte Gegenaktion: 17 Personen wurden festgenommen, nachdem sie trotz Aufforderung der Polizei den Umzug blockiert hatten. Für Stirnrunzeln sorgte zudem ein einzelner Mann, der während der Parade gegen die vor ihm Gehenden urinierte – auch er wurde in Gewahrsam genommen.
Positive Bilanz – Ausblick auf 2026
„Wir sind enorm zufrieden, es war eine großartige Ausgabe“, sagte Pride-Sprecher Wilfried Eetezonne. Auch die Polizei spricht von einer „sehr erfolgreichen“ Veranstaltung und erwartet keine Probleme bei der Abreise, da diese über viele Stunden verteilt erfolgt.
Schon jetzt steht fest: Die nächste Antwerp Pride steigt vom 5. bis 9. August 2026 – wieder mit einer Parade, die bunt, laut und politisch werden dürfte. (belga/calü)

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