Schlechtes Wetter drückt Getreideproduktion in Belgien deutlich
Landwirtschaft
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Die belgische Landwirtschaft hat im Jahr 2024 unter schwierigen Witterungsbedingungen gelitten. Besonders betroffen war das Wintergetreide, dessen Erträge teils drastisch eingebrochen sind. Wie das Statistikamt Statbel am Donnerstag mitteilte, war vor allem der nasse Herbst 2023 ausschlaggebend: Er erschwerte die Aussaat und wirkte sich negativ auf die Ernten aus.
Besonders das Wintergetreide litt unter den anhaltenden Regenfällen.
| Illustrationsbild: picture-alliance/ dpa
So sank die Produktion von Winterweizen um 41 Prozent, Dinkel um 40 Prozent und Triticale eine Kreuzung aus Weizen und Roggen – sogar um 42 Prozent. Auch Wintergerste verzeichnete einen Rückgang von 26 Prozent.
Die Landwirte reagierten flexibel und verlagerten einen Teil ihrer Anbaupläne auf das Frühjahr. Mit Erfolg: Die Anbauflächen für Sommergetreide und Körnermais wurden deutlich ausgeweitet, und die Erträge konnten sich sehen lassen. Die Frühjahrsernte von Weizen stieg um beeindruckende 185 Prozent, die von Sommergerste um 44 Prozent. Dennoch konnten diese Zuwächse die Verluste bei den Winterkulturen nicht vollständig ausgleichen.
Beim Körnermais lag der Ertrag zwar 10 Prozent unter dem Niveau von 2023, durch die größere Anbaufläche stieg die Gesamtproduktion aber leicht um 2 Prozent.
Weniger positiv verlief die Saison für Industriepflanzen: Kartoffeln und Zuckerrüben litten unter einem erneut nassen Frühjahr, was zu Verzögerungen bei der Aussaat und zu geringeren Erträgen führte. Die Kartoffelproduktion sank leicht um 1 Prozent, die Zuckerrübenproduktion um 7 Prozent. Auch die Futterrübe verzeichnete ein Minus von 15 Prozent.
Die Produktion von Raps und Ölrettich ging um 22 Prozent zurück – bedingt durch eine um 13 Prozent verkleinerte Anbaufläche.
Einen Lichtblick bietet der Textilleinanbau: Dank einer Ausdehnung der Anbauflächen um 26 Prozent und besseren Erträgen (+20 Prozent) konnte die Produktion um ganze 52 Prozent gesteigert werden.
Weniger erfreulich verlief die Saison für trockene Hülsenfrüchte: Hier ging die Produktion um 13 Prozent zurück, da sowohl die Anbauflächen (-10 Prozent) als auch die Erträge rückläufig waren. (belga/rt)
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