[Video] Greenpeace warnt in Bredene mit Wal-Installation vor Tiefseebergbau
Umwelt
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Mit einer spektakulären Aktion macht Greenpeace Belgien in Bredene an der Küste auf die Gefahren des Tiefseebergbaus aufmerksam: Eine sechs Meter lange Nachbildung eines Blauwals wurde dort am Dienstag enthüllt. Die Installation soll sowohl aufklären als auch begeistern – und zum Schutz der Ozeane aufrufen.
Greenpeace stellt in Bredene eine sechs Meter lange Blauwalskulptur auf – als Warnung vor den Folgen des Tiefseebergbaus.
| Foto: belga
Greenpeace stellt in Bredene eine sechs Meter lange Blauwalskulptur auf – als Warnung vor den Folgen des Tiefseebergbaus. | Foto: belga
„Unser Blauer Wal bringt uns näher an die Geschichte und Schönheit des Ozeans“, erklärt Ruth-Marie Henckes, Kampagnenleiterin für den Bereich Ozeane bei Greenpeace. „Auch wenn das Meer weit entfernt wirkt, können wir hier vor Ort viel zu seinem Schutz beitragen.“
Die Installation wurde vom Unternehmen Fisheye gestaltet. Im Mittelpunkt steht der Protest gegen den Tiefseebergbau – eine aufkommende Industrie, die Rohstoffe vom Meeresboden fördern will, oft in ökologisch sensiblen Gebieten. „Wenn diese Praxis zugelassen wird, stört sie Nahrungsketten und gefährdet unter anderem das Leben von Walen“, so Greenpeace. Besonders dramatisch: Wale sind auf ihr Gehör angewiesen, um sich zu orientieren, zu kommunizieren und Nahrung zu finden. Lärm und aufgewirbelte Sedimente durch Bergbauaktivitäten könnten schwerwiegende Folgen haben.
Mehr als 950 Wissenschaftler weltweit fordern ein Moratorium für den Tiefseebergbau, ebenso wie 37 Staaten. Die entsprechende Petition von Greenpeace wurde bereits von über vier Millionen Menschen unterzeichnet.
Die Wal-Skulptur bleibt bis Ende August in Bredene ausgestellt und wird anschließend nach Ostende weiterziehen. (belga/rt)
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