Genehmigt wurden die Rodungen in 91 Prozent der Fälle durch die flämische Agentur für Natur und Wald (ANB), die bei jeder Anfrage eine Stellungnahme abgibt. Die gerodeten Flächen mussten größtenteils neuen Bauvorhaben weichen: Wohnhäusern, Straßen oder Industrieanlagen.
Für die flämische Oppositionspolitikerin Mieke Schauvliege (Groen) ist das ein bedenklicher Trend. „Die Genehmigungen wirken wie eine bloße Formsache – selbst bei alten, ökologisch wertvollen Wäldern“, kritisiert sie.
Umweltminister Brouns verweist darauf, dass jede Abholzung durch neue Aufforstungen kompensiert werde. Doch aus Sicht von Experten wie Bart Muys, Professor für Ökologie und Waldmanagement an der KU Leuven, ist das nicht ausreichend. Alte Wälder seien deutlich reicher an Artenvielfalt und könnten durch Neupflanzungen nicht einfach ersetzt werden. (belga/rt)

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