Zweitligisten scheitern mit Klage gegen U23-Regelung in der Challenger Pro League

Dass mit den U23-Teams von Club Brügge, Anderlecht, Genk und Gent vier Nachwuchsmannschaften in der Challenger Pro League verankert werden, sorgt seit Wochen für Aufregung im belgischen Fußball. Konkret geht es darum, dass die vier Mannschaften vom Abstieg in die 1. Division Amateure geschützt sind.

Anfang Juni reichten Lokeren, Francs Borains und Seraing mit der Begründung, dass so eine ehrliche Konkurrenzsituation innerhalb der Liga in Gefahr sei, eine Beschwerde bei der belgischen Wettbewerbsbehörde ein. Das wiederum mit dem Ziel, die Entscheidung der Pro League für eine Quote von vier U23-Teams anzufechten. Ihnen erteilte die Behörde nun eine Absage – vorerst bleibt somit alles beim Alten.

Die BMA urteilte, dass „kein dringender Handlungsbedarf besteht, um einen ernsthaften, unmittelbaren und schwer wiedergutzumachenden Nachteil durch sofortige einstweilige Maßnahmen zu verhindern“.

Die Quote beeinflusse lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass klassische Klubs in in der Challenger Pro League am Saisonende absteigen, führe jedoch nicht zwangsläufig zum Abstieg. Die Auswirkungen würden sich zudem nicht unmittelbar, sondern erst gegen Saisonende bemerkbar machen. Diese Entscheidung stellt allerdings keine endgültige Bewertung des Falls dar.

Darüber hinaus stellte das BMA fest, dass „die Quote von mindestens vier U23-Teams Teil einer umfassenderen Vereinbarung über das Ligaformat und die Verteilung der TV-Rechte ist, die von mehr als zwei Dritteln der Profiklubs genehmigt wurde“.

Mit ihrer Argumentation lässt die Wettbewerbsbehörde insgesamt offen, ob es im Laufe der Saison mit Blick auf den aktuell nicht möglichen Abstieg der vier U23-Teams nicht doch noch zu einer Regeländerung kommt. Zudem hat Union Saint-Gilloise ein separates Verfahren gegen die Verankerung der U23-Teams eingeleitet. (mn)

Kommentare

  • .. alles wieder nur eine Geldsache...ich kann den Vereinen der Challenger Pro League raten, spielt einfach nicht diese B Mannschaften.. dann bleibt der Führung nichts anderes übrig als sie zu verbannen...

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