„Die Fliege ist für Menschen und Tiere zwar ungefährlich, stellt für Obst- und Gemüseanbauer aber eine echte Bedrohung dar“, warnt Fasnk-Sprecherin Hélène Bonte. Seit 2023 wurden in Belgien bereits 13 Exemplare entdeckt. Die jüngsten Funde: ein Tier in Koekelberg und eines in der Nähe des Theaterplein in Antwerpen – unweit des beliebten exotischen Marktes. Beide Insekten waren ausgewachsene Männchen.
Um eine Ausbreitung zu verhindern, überwacht die föderale Lebensmittelaufsicht jeden Sommer rund 30 Risikolocations in Belgien. Ganzjährig werden zudem importierte Obst- und Gemüselieferungen kontrolliert. Die Orientalischen Fruchtfliege wird bis zu einem Zentimeter groß und ähnelt optisch einer Wespe.
Einschleppung meist durch Reisen
Das Insekt stammt ursprünglich aus warmen Regionen Afrikas und Asiens. „Wenn die Fliege in Europa auftaucht, wird sie meist über Importe oder durch Reisende eingeschleppt“, erklärt Hélène Bonte. Durch die kalten Winter sei es aber unwahrscheinlich, dass sich die Art dauerhaft in Belgien ansiedelt.
Dennoch bittet die Fasnk Konsumenten, Händler und Landwirte um erhöhte Aufmerksamkeit: Obst und Gemüse sollten keinesfalls aus dem Urlaub mitgebracht werden. Verdächtige Funde können über die Plattform waarnemingen.be oder die kostenlose App Obsidentify gemeldet werden. (belga/calü)

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