GE-Reporter Christoph Heeren blickt auf die Tour: „Franzosen haben Faible für Verlierer“

<p>„Wir können uns nicht beschweren“, reagiert GE-Sportreporter Christoph Heeren auf die sechs belgischen Etappensiege bei der diesjährigen Tour de France.</p>
„Wir können uns nicht beschweren“, reagiert GE-Sportreporter Christoph Heeren auf die sechs belgischen Etappensiege bei der diesjährigen Tour de France. | Foto: David Hagemann


Christoph Heeren, mit welchem Gefühl haben Sie am Sonntagabend den Fernseher ausgeschaltet?

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Kommentare

  • War der Tourausstieg von Remco Evenepoel die wohl größte Enttäuschung aus belgischer Sicht, so muss man das Abschneiden des deutschen Radsporttalents Florian Lipowitz als zukunftsweisende Performance einordnen.
    Und vielleicht haben beide Ereignisse ja auch miteinander zu tun.

    Darüber, warum Evenepoel die Tour verlassen hat, lässt sich weiterhin spekulieren. Wenn Sprinter oder 80kg-Fahrer sich über die Berge quälen, hätte dies einem Olympiasieger jedoch auch gut zu Gesicht gestanden.
    Da jedoch, angesichts der Leistung von Florian Lipowitz, auch der 3. Podiumsplatz (als Minimalziel von Evenepoel) in Gefahr geriet, zog es Remco vor, sich nicht weiter zu quälen und die Koffer zu packen. Legitim aber fragwürdig.

    Inwieweit ein Wechsel von Evenepoel zu Bohra-Hans-Grohe (dem Team von Lipowitz, der sich als der wohl bessere Tourenfahrer entwickelt), über den seit Wochen spekuliert wird, sinnvoll wäre, darf bezweifelt werden.

    Remco Evenepoel sollte seine Ambitionen und vor allem seine bisweilen bizarres Verhalten im Rennen hinterfragen. Zumal in einer Zeit, in der mit Pogacar, Vingegaard und möglicherweise auch Lipowitz junge Fahrer unterwegs sind, die ihm in der Regel im Hochgebirge überlegen sind.
    Alleine durch Dominanz im Zeitfahren wird er große Touren nicht gewinnen können.

  • … Bora-Hansgrohe…

  • Sollte heißen: “Bora-Hansgrohe”

  • Lipowitz hat in der Tat eine Bombensaison hinter sich und es ist gut für den Radsport dass ein deutscher Profi aufs Podium der Tour fuhr.
    Evenepoel hat eine schlechte Saison hinter sich und das hat Gründe. Seine vielen Stürze und ein schwerer Trainingsunfall haben ihn davon abgehalten, seine Saison ideal vorbereiten zu können.
    Evenepoel steht schon lange im Blickpunkt der belgischen Presse und der Erwartungshaltung der Fans.
    Lipowitz wird erst zeigen müssen, ob er diesem Druck standhalten kann. Ob er der bessere Rundfahrer sein wird muss er erst beweisen, Evenepoel hatte in Lipowitz Alter bereits eine Vuelta gewonnen und wurde ebenfalls Tourdritter.
    Hinter Vingegaard und Pogacar gibt es noch einige die um den 3. Tourplatz kämpfen, Lipowitz und Evenepoel zählen beide dazu.
    Wenn Lipowitz an seinem Karriereende soviele Siege aufweisen kann wie Evenepoel jetzt hat er seine Sache gut gemacht.

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