„Allein in den Notaufnahmen der Antwerpener ZAS-Krankenhäuser zählen wir jedes Jahr rund 1.000 Patienten nach einem Sturz mit dem E-Scooter“, berichtet ein Sprecher des Klinikverbundes gegenüber der Zeitung „Het Belang van Limburg. Die Verletzungen reichen von Schädelbrüchen und Hirnblutungen bis hin zu komplizierten Gesichtsfrakturen, die teils aufwändige Operationen erfordern.
Unfallmediziner und Verkehrssicherheitsexperten schlagen Alarm. Die Forderung nach einer verpflichtenden Schutzausrüstung – allen voran einem Helm – wird nun mit Nachdruck erneuert. „Es muss dringend etwas passieren, wenn wir die Zahl der Unfälle senken wollen“, fordert Werner De Dobbeleer von der Flämischen Stiftung für Verkehrssicherheit (VSV) im Gespräch mit „Het Belang van Limburg“.
Neben der Helmpflicht fordert die VSV auch einheitliche europäische Sicherheitsstandards für E-Scooter. „Momentan fehlen klare technische Anforderungen. Manche Modelle sind regelrecht gefährlich – und werden trotzdem legal verkauft.“
Ein weiteres Problem: Manipulierte E-Scooter und Nutzer, die sich nicht an die Regeln halten. „Es ist höchste Zeit, dass auch die Polizei konsequenter gegen getunte Fahrzeuge und rücksichtslose Fahrer vorgeht“, so De Dobbeleer. (calü)

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