Das geht aus einer Umfrage des Zeiterfassungs- und Personalmanagement-Spezialisten Protime hervor, für die 1.000 frankofone Angestellte in Belgien befragt wurden. Meetings ohne konkrete Ergebnisse sind demnach mit 11,8 % der häufigste Grund für Zeitverlust, gefolgt von technischen Problemen (10 %) und mangelhaften Softwarelösungen (8,3 %).
Besonders stark klagen ältere Beschäftigte über nutzlose Sitzungen: Bei den Über-55-Jährigen liegt der Anteil bei 18,6 %, während er bei den Unter-35-Jährigen nur 8,4 % beträgt. Im Schnitt gehen dadurch wöchentlich drei Stunden Arbeitszeit verloren; jeder Zehnte verliert sogar sechs Stunden oder mehr. Auch störende Kollegen stehen weit oben auf der Liste: 6,2 % der Befragten sehen darin den größten Zeitfresser – bei Frauen (8,1 %) fast doppelt so häufig wie bei Männern (4,4 %).
„Jede Unterbrechung, sei sie noch so kurz, reißt uns aus dem Arbeitsfluss“, sagt Protime-Sprecher Florent Bovicelli. Eine genaue Zeiterfassung könne helfen, die eigene Tagesstruktur sichtbar zu machen und sich stärker auf wesentliche Aufgaben zu konzentrieren, fügt Bovicelli hinzu. Die Online-Befragung wurde zwischen dem 18. Februar und dem 10. März 2025 vom Marktforschungsinstitut iVOX durchgeführt und ist laut Protime repräsentativ für Geschlecht, Alter und Bildungsniveau. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei 3,02 Prozent. (sc)

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