[Video] Kuhmilch in der Kritik – GAIA startet aufklärende Sommertour

<p>Am Dienstag war GAIA in Brüssel präsent.</p>
Am Dienstag war GAIA in Brüssel präsent. | Foto: belga

Im Zentrum der Aktion steht eine überdimensionale Milchflasche, die gemeinsam mit einem Infostand durch zwölf belgische Städte tourt – von Brüssel über Antwerpen bis nach Wavre. Die Botschaft dahinter: Der Milchkonsum hat oft Folgen, über die viele Menschen wenig wissen.

Überraschende Umfrageergebnisse

Eine von GAIA in Auftrag gegebene Umfrage des Instituts Dedicated zeigt: Mehr als die Hälfte der Belgier ist bereit, ihren Konsum von Kuhmilch zu reduzieren – bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 63 Prozent. Grund dafür: die Aufklärung über die Produktionsbedingungen.

So wusste laut Umfrage jeder Zweite nicht, dass Kälber oft kurz nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt werden – damit der Großteil der Milch für den menschlichen Verzehr verwendet werden kann. In Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden wird laut Gaïa zunehmend auf eine längere Mutter-Kalb-Bindung gesetzt – das fordert die Organisation nun auch für Belgien.

„Unsere Tour 'Pas ta mère, pas ton lait' zeigt die Realität, die hinter der Milch steckt“, erklärt Sébastien De Jonge, Kampagnenleiter bei GAIA. „Wir wollen eine Debatte anstoßen und aufzeigen, dass es längst eine Vielzahl an pflanzlichen Alternativen gibt – niemand braucht Kuhmilch, um sich ausgewogen zu ernähren.“

350.000 Kälber pro Jahr geschlachtet

Ein weiterer Kritikpunkt: Jährlich werden in Belgien über 350.000 Kälber geschlachtet, viele davon nur wenige Monate alt. Auch dieses Thema greift GAIA im Rahmen der Kampagne auf.

Nach dem Auftakt auf dem Brüsseler Place de la Monnaie tourt GAIA weiter: Am 23. Juli macht der Infostand in Antwerpen Station, Ende der Rundreise ist am 6. August in Wavre. Am 2. August macht die Organisation auch in Ostbelgien Halt, und zwar in Eupen am Clown. (belga/calü)

Weitere Infos zu der Kampagne gibt es HIER.

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