Iran zeigt sich bereit für Atomgespräche mit USA

<p>Ein Hisbollah-Anhänger schmückt ein Porträt des Obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, mit iranischen Flaggen in einem südlichen Vorort von Beirut während einer Kundgebung, bei der der israelische Angriff auf den Iran und Drohungen gegen den iranischen Führer verurteilt wurden</p>
Ein Hisbollah-Anhänger schmückt ein Porträt des Obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, mit iranischen Flaggen in einem südlichen Vorort von Beirut während einer Kundgebung, bei der der israelische Angriff auf den Iran und Drohungen gegen den iranischen Führer verurteilt wurden | Foto: dpa/Marwan Naamani

Der Iran signalisiert seine grundsätzliche Bereitschaft zu erneuten Atomverhandlungen mit den USA – fordert dafür aber von Präsident Donald Trump eine Mäßigung im Tonfall. „Wenn Präsident Trump es mit seinem Wunsch nach einem Abkommen ernst meint, sollte er seinen respektlosen und inakzeptablen Ton gegenüber dem obersten Führer des Iran, Großajatollah Ali Khamenei, ablegen und aufhören, seinen Millionen treuen Anhängern zu schaden“, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf X. „Guter Wille erzeugt guten Willen, und Respekt erzeugt Respekt.“

Trump hatte beim NATO-Gipfel neue Gespräche mit dem Iran für die kommende Woche angekündigt, ohne jedoch Details zu nennen. Auf die Frage, ob er Irans Atomanlagen erneut bombardieren lassen würde, falls es wieder Sorgen über Teherans Urananreicherung gebe, sagte Trump am Freitag: „Sicher, ohne Frage, absolut.“ Der Iran dürfe keine Atomwaffen haben. Die jüngsten Angriffe hätten das Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen, bekräftigte er.

Nach den israelischen und amerikanischen Angriffen auf Irans Atomanlagen hat das iranische Parlament diese Woche ein Gesetz verabschiedet, das die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) aussetzt. Ohne die technische Aufsicht der UN-Atombehörde wären laut Experten jedoch Atomverhandlungen nicht möglich. (dpa/ag)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment