Der „Platz an der Sonne“ weckt oft finanzielle Begehrlichkeiten

Trotz der gestalterischen Unterschiede (die vorrangig dem individuellen Geschmack unterliegen) ist es wichtig, dass ein Garten vor einem Verkauf gepflegt und durchdacht wirkt. Und auf solche Weise die Attraktivität, das Wohnklima und den Wert einer Immobilie steigern kann.

Ein gut unterhaltener Garten zeigt dem Betrachter, wie viel Wert der Eigentümer auf seinen Besitz insgesamt legt. So kann sich eine umfassende Verschönerung des Gartens rundum auszahlen. Ein ansprechender Garten macht ein Objekt begehrenswerter und erhöht dadurch vielfach die Wahrscheinlichkeit, einen Käufer zu finden, der bereit ist, einen höheren Preis zu zahlen.

Nur… In marktmäßig weniger gefragten Gebieten sieht die Situation anders aus als im urbanen Milieu, wo Grünflächen meist knapp sind. Und gerade „auf dem Land“ ist das Grün oft weniger wertvoll, da es dort im Überfluss vorhanden ist, wodurch auch das Potenzial zur Wertsteigerung durch einen schönen Garten merklich geringer ausfallen kann. Auch sollte das hauseigene Grün möglichst nach Südwesten ausgerichtet sein, wogegen eine andere Orientierung zwangsläufig den Preis drückt. Konkret: Zwischen Südwesten und Nordosten bis zu zwölf Prozent. Gleiches gilt übrigens auch für die Lage und Größe von Terrassen und Balkonen, besonders bei größeren Residenzen. Eine Tiefe von weniger als 1,50 Meter schmälert den Wert, wogegen ausreichend Raum für die Platzierung eines Tisches mitsamt Stühlen (heißt: circa 1,90 Meter) den Preis treibt.

Bliebe der Aspekt der Gartenpflege - zeitlich wie preislich. Ein überdimensionierter Garten kann angesichts des anfallenden (oder gar „drohenden“) Arbeitsaufwandes beim potenziellen Käufer die Begeisterung für das eigene Grün durchaus dämpfen.

Doch grundsätzlich ist es für Bauherren und/oder Promotoren heute undenkbar, eine Residenz ohne Grünfläche zu konzipieren.

Ein absolutes Muss ist in der Zwischenzeit bei Neubauten zudem eine Terrasse (Erdgeschoss) oder ein Balkon (Obergeschoss). Wenngleich Ausrichtung und Fläche hier nicht selten - auch bei Projekten in Ostbelgien - teils beachtliche Preisunterschiede zur Folge haben.

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