Garten als „Bonus“ bei Preisgestaltung

<p>Während der Pandemie unter den Kaufkriterien für viele das „A“ und „O“, bleibt der Garten auch heute weiterhin ein nichtzu unterschätzender Trumpf bei der Preisgestaltung, gerade beim Hauskauf.</p>
Während der Pandemie unter den Kaufkriterien für viele das „A“ und „O“, bleibt der Garten auch heute weiterhin ein nichtzu unterschätzender Trumpf bei der Preisgestaltung, gerade beim Hauskauf. | Foto: Shutterstock

Selbst wenn das Preisgefüge für ein Haus mit Garten zwischenzeitlich wieder eine Einebnung erfahren hat, bleibt ein begrüntes Ambiente nach wie vor ein wichtiges Kriterium. Vorrangig beim Hauskauf, aber ebenso beim Erwerb eines Appartements, wo eine Residenz „mit grünem Anstrich“ merklich höher im Kurs steht. Bei Nachfrage wie Preis. Kurzum: Neben der attraktiven Lage (mit guter Anbindung) und den energetischen Standards (mitsamt Baujahr) zählt der eigene Garten heute zu den maßgebenden Argumenten für jemanden, der Ausschau nach (s)einem Eigenheim hält.

Gestrüpp schreckt meist schnell ab

Wissend, dass er für eine Gartenfläche zwischen 250 und 500 Quadratmetern im Schnitt circa elf Prozent mehr einkalkulieren muss. Bei einer Grünfläche von 2000 Quadratmetern und mehr steigt die Marge gar auf über vierzig Prozent gegenüber einem Anwesen ganz ohne Begrünung (oder mit einem sehr kleinen Areal, sprich: unter 100 Quadratmetern).

Unbestritten stellt der Erwerb eines Eigenheims für viele Paare respektive Familien die größte finanzielle Investition ihres Lebens dar. Verbunden mit dem Wunsch, die neu gewonnene räumliche Freiheit denn auch voll auszukosten. Eine Freiheit, die für viele möglichst auf den eigenen Garten ausgeweitet werden soll, zumal das satte Grün rund ums Haus im Sommer quasi eine Erweiterung des Wohnbereichs „open air“ darstellt. Wohlgemerkt… Neben der Bereicherung des Erscheinungsbildes insgesamt.

Gerade mit Blick auf einen anvisierten Verkauf wirkt nun mal ein gepflegter Garten einladend(er), wogegen ein vernachlässigter Vorgarten potenzielle Interessenten durchaus schnell abschrecken kann. Und welcher Makler platziert sein Verkaufsschild schon gerne zwischen wucherndem Gestrüpp und sprießendem Unkraut?!

Hierbei steht der individuelle Geschmack de facto hintenan. Manche Menschen bevorzugen einen akkurat getrimmten Rasen, ordentlich mit Kies begrenzte Blumenbeete und sorgfältig gestutzte Hecken und Büsche. Andere hingegen schätzen die wilde Schönheit eines Gartens, in dem Pflanzen natürlich wachsen dürfen.

Fazit: Das begrünte Umfeld bleibt weiterhin ein wichtiger, wenngleich nicht mehr ganz so entscheidender Faktor in Sachen Wertsteigerung. Gerade auch bei Appartements respektive Residenzen, wo die Unterschiede je nach Region und vor allem je nach Stadt stark variieren können. So liegt der Mehrwert in Ostende am höchsten (plus 9,3 Prozent), gefolgt von Namur (8,4) und Lüttich (7,4). Insgesamt pendelt sich der „Bonus“ im landesweiten Schnitt bei 4,7 Prozent ein.

Hintergrund

Wer sich für eine Immobilie entscheidet, zu der ein (mittelgroßer) Garten gehört, tut dies nicht ohne Grund. Ein Garten ist viel mehr als „nur“ die Möglichkeit, im Freien die Beine baumeln zu lassen oder ab und an mal den Rasen zu mähen. Ein Garten kann vielmehr ein Rückzugs- und Erholungsort sein. Wer Wert auf Ruhe und Entspannung legt, wird es schätzen, inmitten grüner Natur abzuschalten und zu relaxen. Und so bleibt die Nachfrage nach Immobilien mit Garten groß. Auch da sich der Wohnkomfort dergestalt deutlich steigern lässt. Ein Garten bietet nicht nur Erholung und Entspannung, sondern kann auch zum Sport- und Spielplatz werden. Einen weiteren Vorteil sehen Besitzer gerne in der Schonung der Haushaltskasse. Durch den Anbau von Gemüse und Obst lässt sich gutes Geld sparen, das sonst für teure Lebensmittel ausgegeben werden müsste. Also… Trotz Zeit und Mühe für Anlage und Pflege lohnt sich diese Investition allemal. Ein Gartengrundstück bietet demnach vielseitige Vorzüge. Doch nicht immer ist es einfach, im Wirrwarr des Immobiliendschungels zurechtzukommen und das passende Anwesen zu finden.

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