Plasma – die gelbliche Flüssigkeit im Blut – ist ein unverzichtbarer Rohstoff für lebenswichtige Medikamente, vor allem für Menschen mit Immunschwächen oder chronisch-entzündlichen Erkrankungen.
Das Video zeigt die flämische Regionalministerin Hilde Crevits bei einem öffentlichen Auftritt im Rahmen einer Spendenaktion Anfang 2024 in Brüssel.
Doch der Bedarf steigt rasant. Allein im vergangenen Jahr wurden in Belgien etwa 25.000 Patienten mit Plasmaprodukten behandelt – Tendenz steigend. Schon jetzt kann Belgien nur rund 46 Prozent seines Bedarfs aus eigenen Spenden decken. Der Rest muss aus Ländern wie den USA importiert werden, wo selbst Engpässe herrschen.
Die Zahlen sprechen für sich: Während Belgien im Jahr 2010 noch rund 1.100 Kilogramm Immunglobuline benötigte, sind es heute bereits 3.000 Kilogramm – fast dreimal so viel. Die Europäische Union fordert deshalb einen Anstieg der Plasmaspenden um 40 Prozent bis 2029. Das Belgische Rote Kreuz will noch weiter gehen.
„Wir haben derzeit rund 13.000 aktive Plasmaspender, aber nicht alle spenden regelmäßig“, erklärt Sprecher Thomas Paulus. Im Schnitt komme eine Person viermal pro Jahr zur Plasmaspende – viele aber auch nur ein- bis dreimal. Deshalb sei es wichtig, nicht nur neue Spender zu gewinnen, sondern sie auch langfristig zu binden.
Kommunikationskampagnen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie haben in den vergangenen Jahren sowohl die Zahl der Blut- als auch der Plasmaspenden konstant steigen lassen. Zum Weltblutspendetag am 14. Juni startet das Rote Kreuz nun eine neue Kampagne unter dem Motto „Superhelden spenden“ – mit dem Ziel, noch vor den Sommerferien möglichst viele neue Spenderinnen und Spender in die Zentren zu holen. Denn gerade in den Ferienmonaten geht die Spendenbereitschaft erfahrungsgemäß zurück. (belga/calü)

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