Wie schon im Vorfeld der Kaderverkündung spekuliert wurde, steht Diego Moreira tatsächlich erstmals im Aufgebot. Der Defensivspieler mit doppelter Staatsbürgerschaft (Portugal und Belgien) entschied sich in den vergangenen Tagen für die belgische Nationalmannschaft. Die Jugend-Nationalmannschaften hatte der Sohn von Ex-Standard-Profi Almani Moreira noch bei Portugal durchlaufen.
(Text wird unter dem Video fortgeführt)
Als Verteidiger stand der 20-Jährige in der laufenden Saison bei 32 von 34 möglichen Spielen für Straßburg auf dem Platz. „Er spielt ganz einfach eine gute Saison. Und deswegen ist er auch dabei“, freute sich Rudi Garcia über seinen neuen Spieler: „Ich sehe ihn als polyvalente Kraft. Er kann sowohl als Außenverteidiger als auch offensiver spielen.“
Ansonsten vertraute Garcia – Nachfolger von Domenico Tedesco – zum Großteil auf jene Spieler, mit denen Belgien im März gegen die Ukraine den Klassenerhalt in der A-Liga der Nations League sicherte. So wurden etwa Thibaut Courtois oder Kevin De Bruyne nominiert, auch Nicolas Raskin und Jordan Mokio sind wieder an Bord. Mit anderen Worten: Bis auf Moreira blieben Überraschungen oder Experimente aus.
Genk-Profi Bryan Heynen fällt derweil der Tatsache zum Opfer, dass Amadou Onana wieder fit ist. „Wir haben riesige Konkurrenz im Mittelfeld. Leider können wir es nicht allen Spielern recht machen. Für Heynen kommt es unverdient, dass er nicht dabei ist“, so Garcia.

Auch der beim FC Chelsea zuletzt überzeugende Romeo Lavia fehlt im Aufgebot. „Er hat erst wenige Spieler als Stammspieler absolviert. Dabei hat man sein Potenzial gesehen. Aber wir wählen keinen Spieler nur aufgrund seines Potenzials aus.“
Offen ließ der Franzose die Frage nach dem neuen Kapitän der Roten Teufel: „Es kann sein, dass wir gegen Nordmazedonien einen anderen Kapitän haben als gegen die Ukraine.“
Belgien eröffnet seine WM-Qualifikation am 6. Juni mit einem Auswärtsspiel gegen Nordmazedonien, drei Tage später folgt ein Duell gegen Wales.
Der belgische Kader
Tor: Thibaut Courtois (Real Madrid), Senne Lammens (FC Antwerp), Matz Sels (Nottingham Forest), Maarten Vandevoordt (RB Leipzig)
Verteidigung: Zeno Debast (Sporting Lissabon), Maxim De Cuyper (Club Brügge), Koni De Winter (Genua), Wout Faes (Leicester), Brandon Mechele (Club Brügge), Thomas Meunier (Lille), Diego Moreira (Straßburg), Arthur Theate (Frankfurt)
Mittelfeld: Kevin De Bruyne (Manchester City), Jorthy Mokio (Ajax Amsterdam), Amadou Onana (Aston Villa), Nicolas Raskin (Glasgow Rangers), Youri Tielemans (Aston Villa), Hans Vanaken (Club Brügge)
Angriff: Charles De Ketelaere (Atalanta), Jérémy Doku (Manchester City), Malick Fofana (Lyon), Romelu Lukaku (Neapel), Dodi Lukebakio (Sevilla), Loïs Openda (RB Leipzig), Alexis Saelemaekers (AS Rom), Leandro Trossard (Arsenal London)

Kommentare
Sehr geehrter Herr Cormann,
ich verstehe nicht ganz den Zusammenhang, der hier hergestellt wird. Helmut Graf wird in dem Artikel gar nicht erwähnt.
Liebe Grüße,
Christian Schmitz, GrenzEcho-Chefredakteur
Es wundert mich doch sehr, dass im obrigen Artikel nicht erwähnt wird, dass die erste belgische Station von Helmut Graf die AS Eupen war. Wenn ich mich nicht täusche, dann spielte der gebürtige Kölner zu Beginn der siebziger Jahre zwei Saisons für die AS.
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