Betrug übers Telefon, Drogen auf dem Fahrrad: Polizeizone Weser-Göhl zieht Bilanz

<p>Betrug übers Telefon, Drogen auf dem Fahrrad: Polizeizone Weser-Göhl zieht Bilanz</p>
Foto: GE-Archiv

Am Mittwochmorgen gegen 8,45 Uhr wurden laut den Angaben der Beamten in der Straße Totleger in Lichtenbusch zwei herrenlose E-Bikes entdeckt. Die Räder standen unverschlossen am Straßenrand, doch die Akkus fehlten. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Fahrräder in Deutschland als gestohlen gemeldet waren. Die Polizei stellte sie sicher und übergab sie den zuständigen deutschen Behörden.

Weniger greifbar, dafür finanziell umso schmerzhafter waren zwei Betrugsfälle in Eupen, die sich am selben Tag ereigneten. Gegen 16 Uhr wurde ein älterer Mann von einem angeblichen CardStop-Mitarbeiter angerufen. Der Betrüger behauptete, eine verdächtige Überweisung ins Ausland entdeckt zu haben – und drängte den Mann, ihm sensible Bankdaten und den Code seiner App zu nennen, um den Vorgang „zu stoppen“. In der Aufregung kam der Mann der Aufforderung nach – ein Fehler, der ihn am Ende einen vierstelligen Betrag kostete. Die Polizei sperrte umgehend die betroffenen Konten und informierte die Banken.

Nur wenige Stunden später fiel auch eine ältere Eupenerin auf eine dreiste Masche herein. Gegen 20.50 Uhr kontaktierte sie ein vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter – auch hier wurde über Fernzugriff Schaden angerichtet. Wieder verloren die Täter keine Zeit: Der finanzielle Verlust war erneut vierstellig. Auch in diesem Fall wurden die Konten sofort blockiert.

In der Nacht auf Donnerstag, gegen 1.15 Uhr, kontrollierten Polizeibeamte schließlich in der Straße Horster Park in Lichtenbusch einen Radfahrer, der ihnen wegen fehlender Beleuchtung auffiel. Doch es blieb nicht bei einem kleinen Verkehrsverstoß: Der Mann aus Deutschland hatte Cannabis, MDMA-Pillen und ein Pfefferspray dabei. Die Beamten fertigten mehrere Anzeigen. (red/calü)

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