Als Hansi Flick den Trainingsplatz gemeinsam mit Robert Lewandowski betrat und dabei verschmitzt lächelte, wirkte es wie eine kleine Drohung an Inter Mailand. Da der Trainer für das „Finale ums Finale“ jetzt auch mit seinem wochenlang verletzten Torjäger planen kann, steht dem nächsten Champions-League-Spektakel wohl kaum etwas im Wege.
Denn Flick schien nach dem weltweit beachteten Feuerwerk des genialen Barca-Jungstars Lamine Yamal beim 3:3 aus dem Halbfinal-Hinspiel Blut geleckt zu haben. „Für uns ist es wichtig, dass wir auf die gleiche Art und Weise und mit dem gleichen Selbstvertrauen auftreten“, sagte der Coach vor dem Showdown bei Inter am Dienstag (21 Uhr): „Wir haben 90 Minuten. Das ist genug, um ins Finale zu kommen. Das ist unser Ziel.“
Auf dem Weg ins Endspiel von München am 31. Mai gegen Paris Saint-Germain oder den FC Arsenal kann Flick wieder auf Lewandowski setzen, mit dem er bereits bei Bayern 2020 die Königsklasse gewonnen hatte. Der Pole trainierte nach seiner Oberschenkelverletzung am Sonntag wieder mit der Mannschaft und wird in Mailand im Kader stehen. Doch selbst ohne Lewandowski lagen Barcas Schwächen keineswegs im Angriff. „Wir werden am Dienstag unsere Chancen bekommen“, sagte Flick selbstsicher.
So begeistert Flick auch von der Leistung seiner Mannschaft vom vergangenen Mittwoch war, als es Yamal gefühlt alleine mit ganz Mailand aufnahm und durch Inters Reihen wie ein Messer durch warme Butter glitt, so bestimmt wies der Deutsche auf Defensivprobleme hin. Immerhin hatten die Katalanen vor Yamals Zaubershow 0:2 zurückgelegen – und teilweise viel zu sorglos in der Abwehr agiert.
Etwas weniger Spektakel, sofern es um Gegentore geht, dürfte Flick im San Siro also durchaus gefallen. Ein Tor per Hacke von Marcus Thuram, ein Seitfallzieher von Denzel Dumfries – und ein völlig freier Kopfballtreffer des Niederländers nach einer Ecke: Derartige Patzer darf sich Barcelona nicht leisten, wenn es mit dem Endspiel klappen soll.
„Wir müssen es besser verteidigen. Das müssen wir am Dienstag besser machen“, so Trainer Flick, der eindringlich mahnte: „Es ist ein Finale für das Finale.“ (sid/tf)
Hinspiele
Arsenal – Paris 0:1
Barcelona – Inter 3:3
Rückspiele
Inter – Barcelona Di., 21 Uhr
Paris – Arsenal Mi., 21 Uhr
Finale:
31. Mai in München

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