Senioren müssen sich „anstellen“

<p>Die Attraktivität des schmalen Landstrichs zwischen Knokke und De Panne ist ungebrochen, selbst wenn nach der Hausse im Zuge der Pandemie die Verkaufszahlen zuletzt rückläufig waren.</p>
Die Attraktivität des schmalen Landstrichs zwischen Knokke und De Panne ist ungebrochen, selbst wenn nach der Hausse im Zuge der Pandemie die Verkaufszahlen zuletzt rückläufig waren.

Wer reiht sich aktuell möglichst weit vorne unter den Kaufanwärtern eines Appartements (wohlgemerkt, keiner so genannten „résidence secondaire“) an der belgischen Küste ein?

Es ist vorrangig die Altersstruktur zwischen 45 und 60 Jahren, wobei die Gruppe 50/55 nach jüngsten Erhebungen derzeit mit einem Anteil von 13,9 Prozent an der Spitze rangiert, gefolgt von 55/60 (13,2 Prozent) und 45/50 (12,2 Prozent). Daneben mischt vor allem die Altersgruppe über 65 Jahre weiter mit am Immobilienmarkt - mit einem Anteil von 11,9 Prozent, der über die letzten fünfzehn Jahre (im Nachgang zur Bankenkrise) jedoch beständig geschrumpft ist. Zum Vergleich: Zur Jahrtausendwende war es noch diese Altersgruppe, die das „Rennen“ klar von vorne bestritt. Mit damals beachtlichen 18,6 Prozent.

Stark angewachsen sind gerade seit der Pandemie vor allem die Kategorien 35/40 und 40/45, die - statt einer Wohnung „im Süden“ (sprich: Frankreich und vor allem Spanien/Portugal) - für eine Investition im eigenen Land optierten. Selbst wenn sich das Preisgefüge in den vergangenen drei Jahren beständig nach oben entwickelt hat, so noch im Vorjahr mit einem Plus von 4,3 Prozent gegenüber 2023. Freilich nicht für ein Appartement an der Promenade, wo der Preisanstieg gar bei 7,6 Prozent lag.

In Zahlen: Für ein Appartement mit Meerblick wurden im Vorjahr im Schnitt 427.165 € aufgerufen. Und gezahlt! Gegenüber „nur“ 332.033 € für eine Wohnung „in zweiter oder dritter Reihe“. Größter Nutznießer beim Verkauf von Wohnungen mit Meerblick war im Laufe der vergangenen fünf Jahre Middelkerke mit einer Preissteigerung von 25,64 Prozent vor Blankenberge (25,55) und Knokke (13,63).

Während in Middelkerke im Schnitt 249.045 € gezahlt wurden, waren es in Blankenberge bereits 313.261 € und in Knokke gar 1.439.790 €.

Zu den „Verlierern“ zählten dagegen Koksijde, De Panne und - welche Überraschung - Heist. Während hier die Preise um 16,22 Prozent schrumpften, gingen sie wenig weiter, in Knokke-Zoute, erneut durch die Decke.

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