Fünf Jahre nach Ausbruch der Coronakrise: Wie wir verzeihen können

<p>Eine Frau bekommt eine Corona-Impfung.</p>
Eine Frau bekommt eine Corona-Impfung. | Foto: Annette Riedl/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Dennoch bleiben zwei zentrale Fragen: Haben wir aus Fehlern gelernt? Und wäre Belgien heute besser auf eine Pandemie vorbereitet?

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Kommentare

  • Auch Transparenz wird m.E. nicht dazu beitragen, die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden. Denn zur Transparenz gehört auch anzuerkennen, dass wir es vor 5 Jahren nicht mit einer „Plandemie“ zu tun hatten und die Maßnahmen nicht getroffen wurden, um Menschen zu gängeln oder fahrlässig ihrer Freiheit zu berauben, sondern eine Gesundheitskrise in den Griff zu bekommen.

    Dass dabei angesichts des Drucks aber auch der in diesem Ausmaß völlig neuen Herausforderungen Fehler gemacht wurden und rückblickend manche Maßnahmen über‘s Ziel hinausgingen ist ebenso unbestritten wie die Tatsache, dass dadurch, wie auch durch die Impfung, unzählige Menschenleben gerettet werden konnten und das Gesundheitssystem nicht kollabiert ist.

    All dies wird von denjenigen, die damals bereits alles infrage gestellt haben auch heute noch bestritten. „Nicht Corona hat Belgien in Ketten gelegt sondern unsere Politiker“ hieß es kommentierend zu dem Interview mit Stefan de Gucht.
    In Deutschland werden Virologen, die vor 5 Jahren fast rund um die Uhr der Politik wie den Medien zur Verfügung standen auch heute noch als die Überbringer schlechter Nachrichten angefeindet, weil man in Krisensituationen immer „Schuldige“ benötigt, auf die man seinen Frust abladen kann. In den USA will Musk den Virologen Dr. Fauci hinter Gitter bringen. Wenn man Frau Von der Leyen kritisiert, sollte man auch nochmal daran erinnern, dass Politiker in Sträflingsanzügen, hinter Gittern oder auch am Galgen die Coronademos zierten.

    Im BRF wird eine Psychologin mit dem rel. sinnfreien Ausspruch zitiert, dass „die Maßnahmen mehr Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hatten, als das Virus selbst“. Solche und ähnliche unbedarften Aussagen sind vor dem Hintergrund, dass Covid19 nicht die letzte Pandemie war, mit der wir es zu tun hatten, sondern es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein neues Virus… sich auf den Weg macht, gelinde gesagt gefährlich, da es die gesellschaftliche Akzeptanz notwendiger Maßnahmen zusätzlich unterminiert.

    Bei der Unversöhnlichkeit der Standpunkte, an der wohl weder Transparenz und erst recht keine Fakten etwas ändern können, da wir in einer postfaktischen Zeit leben, kann man nur hoffen, dass ein künftiges Virus mit Pandemiepotential nicht noch virulenter oder gefährlicher ist als Corona. Denn wenn das Gesundheitssystem möglicherweise besser aufgestellt sein sollte, wird es auch dann darauf ankommen, die elementaren Regeln der Pandemiebekämpfung zu beherzigen die da sind: Distanz, Maske, Hygiene.
    Selbst dies wird bis heute bestritten (von der Bereitschaft zur Impfung ganz zu schweigen) und die Bereitschaft, sich in seiner individuellen Freiheit zum Wohle der Allgemeinheit einzuschränken ist trotz der mindestens 7 Millionen Corona-Toten weltweit eher nicht gewachsen.

    Eine neue Pandemie wäre der Offenbarungseid der Spezies Homo Sapiens mit einem vermutlich eindeutigen Sieger…

  • Hallo,
    über ganz viel von dem, was Sie da fordern, ist auch im GrenzEcho berichtet worden. Über Sinn und Unsinn von Schul- und Grenzschließungen ist sehr viel berichtet und kommentiert worden. Sie müssten es vielleicht nur zur Kenntnis nehmen. Über die Fragwürdigkeit zahlreicher anderer Maßnahmen auch.
    Manche "richtige Thesen" von Corona-Kritikern haben wir aber tatsächlich nicht aufgegriffen, aus gutem Grund, weil das einfach haarsträubend war. Spekulieren über "mögliche" Impftote können wir auch nicht.
    Mit bestem Gruß
    Christian Schmitz, GrenzEcho-Chefredakteur

  • Zitat im Text:
    "Mehr Transparenz und ehrliche Aufarbeitung wären entscheidend gewesen."
    und ähnliches..., ok, Grenzecho-Redaktion, sehr lobenswerte Ansätze.
    Auf Worte lasset nun Taten folgen. Dann fangt mal an, über Impfopfer und mögliche Impftote in Ostbelgien zu berichten, über die Korruption der vdLeyen, über die richtigen Thesen der Corona-Kritiker, über sinnlose Schulschliessungen und Grenzschliessungen, über sinnlose Maskenpflicht im Freien, über Zensur und eingeschränkte Debattenkultur der gleichgeschalteten öff. rechtlichen Medien,...
    ...und vor allem eines: stellt die an den Pranger ,die die Gesellschaft gespalten haben, und das waren meist nicht die Corona-Kritiker, sondern viele etablierte Köpfe unserer Gesellschaft!
    Und ihr habt mitgemacht!

    @Leonard: Distanz, Maske, Hygiene waren meist purer Aktionismus, und sonst nichts. Die Impfung gegen ein mutierendes Virus ist zwecklos, siehe Influenza-Impfung (von den Folgeschäden ganz zu schweigen). Und das mit den 7 Millionen Toten stimmt auch nicht, denn diese Zahl ist viel zu gering, denn wieviele Tote es in Indien und China gab, weiß bis dato niemand genau. Die registrierten Toten haben auf dem Totenschein (ein von einem Mediziner ausgefülltes offizielles Dokument) die Totesursache stehen, also Covid; in Indien gab es keine Kapazitäten für solche Untersuchungen, und in China war es noch dreister, denn die Behörden haben einen Teststopp beschlossen, und somit gab es auch keine richtigen Zahlen mehr aus China. Auch ich gehe davon aus, dass es 1 bis 2 Millionen Tote mehr gab als offiziell angegeben. Denn wie gesagt, der Totenschein fehlt.
    Herr Leonard, warum plappern Sie meist die offiziellen Zahlen einfach nach, obwohl die Realität sogar noch schlimmer sein kann?

  • Ich erinnere mich noch gut daran, dass Sciensano während der Pandemie tagtäglich Statistiken veröffentlichte, worin akribisch die Sterbezahlen u.a. mit dem Impfstatus der Opfer korreliert wurden, um den Nutzen der Impfung zu belegen. In Anbetracht der heftigen Grippewelle während letztem Herbst/Winter hatte ich bei Sciensano nachgefragt, ob ihre Statistiken nun Auffälligkeiten bzgl. Corona-Impfstatus und Grippeanfälligkeit aufzeigen würden, ob also die gegen Covid Geimpften nun weniger anfällig für die Grippe waren, oder ob sie anfälliger für diese waren.

    Die Antwort von Sciensano vom 18.2.25 lautet:"Sciensano effectue également une telle analyse, mais les résultats ne sont pas attendus à court terme."

    Also eilig hat Sciensano es plötzlich nicht mehr. Befürchtet Sciensano vielleicht, dass die jüngste sehr heftige Grippewelle langfristige negative Spätfolgen der Corona-Impfung nahelegen könnte?

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