Ein Mann sieht rot

Über die Aussagen von Herrn Goebbels in der Samstagsausgabe des GrenzEchos habe ich mich geärgert. Herr Goebbels zelebriert in einem Interview Politik als schmutziges Geschäft und denunziert seinen politischen Gegner. So habe die frühere Kelmiser Sozialschöffin während der Kollegiumssitzungen mit ihrem Handy gespielt statt zuzuhören und wisse daher von nichts. Sie habe es ständig vermieden, Position zu beziehen und sich jahrelang aus der Verantwortung gezogen. Als er ihr großzügig das Bürgermeisteramt anbot, sei sie zu feige gewesen, diesen Posten zu übernehmen. Herr Goebbels unterstellt ihr, schon Monate vor der Wahl geheime Absprachen mit Luc Frank getroffen zu haben, legt aber keine Beweise dafür vor.

Verglichen damit kommt Herr Frank noch relativ gut weg. Er sei ein Schaumschläger und Lügner, genauso wie der CSP-Schöffe Mirko Braem. Nach eigenen Fehlern befragt, bekennt sich Herr Goebbels „schuldig“, dass er zu wenig Werbung für die eigene Politik gemacht habe und Nadine Rotheudt frontal hätte angreifen müssen.

Es gehört zur Politik, dass dieselben Sachverhalte von den Kontrahenten unterschiedlich dargestellt werden. Es ist aber unverantwortlich, den politischen Gegner persönlich zu diffamieren und ihn mit Schmutzeleien zu überziehen.

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