Dass neu geschaffener Wohnraum auf dem belgischen (und ebenso auf dem internationalen) Markt stark ins Hintertreffen geraten ist, hat zunächst einmal finanzielle Gründe, sprich: gestiegene Zinsen und verteuerte Materialien.
Aber gerade im Vorjahr kam ein weiterer Parameter hinzu… - das schlechte, nasse Wetter, das unmittelbar Auswirkungen auf das Baugewerbe hatte. Jedenfalls war die Zahl „ausgefallener“ Tage am Bau noch nie so hoch, vermeldet sich Branche.
Und was bringt das neue Jahr? Endlich besseres Wetter - im wörtlichen wie übertragenen Sinne? Und damit die erhoffte Wende? Und den baldigen Aufschwung? Zugegeben: Bei den Preisen kann es nur aufwärts gehen. Denn das allseits niedrige Preisgefüge versetzte den Markt ebenso unerwartet wie ungewollt in eine Art Starre.
Was wiederum auf die Zahl der Transaktionen „drückte“, die von der Fédération des Notaires (kurz: FedNot) registriert wurden.
Immerhin da gibt es eine klare Prognose, heißt: das Jammertal ist durchschritten. Denn nach einem Rückgang von sage und schreibe 15 Prozent in 2023 pendelte sich diese Quote im Vorjahr bei lediglich 0,7 Prozent ein (gegenüber dem „annus horribilis“ zuvor). Mit der zugleich ermutigenden Erkenntnis, dass besagter Wert im ersten Halbjahr 2024 noch bei minus vier Prozent lag, sich ab dem Sommer also bereits eine leichte „Hausse“ angedeutet hat(te). Freilich nicht in zwei wallonischen Provinzen, wo die Transaktionen deutlich hinterherhinken. So in Wallonisch-Brabant (wo eh nur wenig im Angebot war) und in Luxemburg (wo das Verkaufsgeschäft in den Jahren zuvor deutlich „über Norm“ lag).
Rückläufiges Business heißt zwangsläufig auch rückläufige Erträge… Und so stagnierte der belgische Markt im Vorjahr bei einem leichten Plus von 2,2 Prozent bei Häusern (Schnittpreis 329.743 €) und bei 2,5 Prozent bei Appartements (Schnittpreis 271.330 €). Was aber inflationsbereinigt letztlich auf ein Minus von 0,8 respektive 0,5 Prozent hinausläuft.
Doch selbst ungeachtet der Inflation schreibt die Wallonie auf dem Immobilienmarkt rote Zahlen. Bei Häusern (minus 0,8) wie bei Wohnungen (minus 0,3) blieb unter dem Strich wenig bis gar nichts. Luxemburg, Namur und Hennegau waren hier die „Stiefkinder“, wogegen das Preisgefüge in der Provinz Lüttich mit einem Plus von 0,1 Prozent stabil blieb. Und im Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre verzeichnet Lüttich beim aufgerufenen Preis für Häuser wie für Appartements ein deutliches Plus, nämlich: 16,4 respektive 10,0 Prozent.

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